Dornauer geladen?

Polizei entwaffnet Skandalsozi

Um den Tiroler SPÖ-Chef Dornauer wird es nicht ruhig: Nach grober Fahrlässigkeit wird gegen ihn sogar ein Waffenverbot ausgesprochen.

Wien, 20. November 2019 / Nun ist die ohnehin schon krisengebeutelte SPÖ um einen Skandal reicher: Am Sonntag flog Georg Dornauer vom bergigen Tirol ins flache Burgenland zu seinem Parteifreund Doskozil. Seinen Porsche parkte er dafür am Innsbrucker Flughafen – und zwar mit offenem Fenster. Wäre nicht so schlimm, hätte Dornauer nicht eine Tasche mit einem Gewehr auf der Rückbank gelassen.

Strafe von 3.600 Euro droht

Die Polizei stellte die Waffe sicher und und belegte Dornauer mit einem zweiwöchigen Waffenverbot. Nun droht Dornauer eine Geldstrafe von bis zu 3.600 Euro sowie der Entzug des Waffenscheins.

Schlechte Verwahrung nicht „vorsätzlich“

„Ich kann euch versichern, dass eine derartige Verwahrung der Waffe meinerseits weder vorsätzlich war, noch meiner langjährigen jagdlichen Praxis entspricht“, reagierte Dornauer auf Twitter. Neben seiner Funktion als Tiroler SPÖ-Chef ist Dornauer er auch Sellrainer Bürgermeister und Jagdleiter. Im gleichen Zug entschuldigte er sich „aufrichtig“ für den Fehler und bedankte sich bei der Polizei. Er habe das Auto versperrt, warum jedoch die Scheibe geöffnet war, könne sich Dornauer nicht erklären.

Waffe könnte geladen gewesen sein

Ob die Waffe geladen war, ist unklar. Dornauer konnte oder wollte dazu auch keine Angaben machen. Er wolle zuerst Akteneinsicht bei Bezirkshauptmannschaft Innsbruck nehmen.

Update: Dornauers Anwalt hat bestätigt, dass Waffe geladen war.

(fr)

Titelbild: APA Picturedesk

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