Strache will zurück zur FPÖ

Will Spitzenkandidat in Wien werden

Nach seinem Überraschungsauftritt bei einer Raucher-Demo vor dem Bundeskanzleramt, bringt Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nun in einem Facebook-Posting sein politisches Comeback ins Spiel! In einem Kommentar auf der „Heute“-Facebook-Seite bietet er an, sich einer Basisabstimmung der Wiener Landespartei zu stellen. In einem separaten Posting auf seiner eigenen Seite wiederholt er die Idee.

Wien, 24. November 2019 /

„Ich biete der FPÖ die Aufhebung meiner Suspendierung (diese war eine nicht freiheitliche Vorverurteilung) und Rückkehr als Wiener Parteichef an“,

postete Strache in einem Kommentar auf der „Heute“-Facebook-Seite.

„Machen wir eine demokratische Basis-Abstimmung wer die FPÖ in die Zukunft und Wiener Wahl 2020 führen soll!“

FPÖ-Spitze gegen Strache

Bei der freiheitlichen Parteispitze dürfte diese Ambition keineswegs auf Gegenliebe stoßen. Erst vor kurzem hatte FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer in einem APA-Interview eine politische Rückkehr des über das Ibiza-Video gestolperten Ex-Parteichefs ausgeschlossen – selbst bei juristischem Freispruch. Strache habe „eine tolle Karriere gehabt bis hin zum Vizekanzler“, aber: „Irgendwann ist halt auch ein Weg zu Ende, und der ist zu Ende“, so Norbert Hofer.

Schachzug für eigene Liste?

Ob es sich um eine ernst gemeinte Idee handelt, ist unklar. In den vergangenen Wochen wurde vielfach über die Gründung einer eigenen „Liste Strache“ spekuliert. Strache könnte die Mobilisierung einer von der FPÖ-Spitze wohl nicht genehmigten Basisabstimmung nutzen, um enttäuschten Blauen bei der Wien-Wahl eine Alternative zu bieten.

 

(APA/wb)

Titelbild: APA Picturedesk

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