Nach Steiermark-Debakel:

SP-Schickhofer tritt zurück

Paukenschlag in der steirischen SPÖ! Der Vorsitzende Michael Schickhofer zieht die Konsequenzen aus der schweren Wahlniederlage am Sonntag bei der Landtagswahl – im vorläufigen Ergebnis war die SPÖ um rund 6 Prozentpunkte gefallen – und tritt zurück. Dies gab Schickhofer am Montag in einer kurzfristigen Erklärung in der Grazer Burg bekannt. Er legt alle Funktionen in Bund und Land zurück.

Wien/Graz, 25. November 2019 / Es sei klar, dass er als Spitzenkandidat der steirischen SPÖ die Verantwortung für das Minus habe. Er nehme zur Kenntnis, dass er mehr Unternehmer und Manager sei als Politiker. Er nehme auch kein Landtagsmandat an. Er werde seine Funktionen in der Landesregierung noch ordentlich abschließen. Er wünsche den Steirern, dass eine neue Regierung die Probleme gut anpacke und löse.

Schlechtestes Ergebnis der Geschichte

Ein Rücktritt war von Schickhofer selbst und steirischen SPÖ-Spitzenpolitikern am Wahlabend noch weitgehend ausgeschlossen worden, man hatte auf die am Montagnachmittag tagenden Gremien verwiesen. Die SPÖ ist am Sonntag auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in der Steiermark abgestürzt. Die erste Position im Lande – vom früheren Parteichef Franz Voves 2005 erobert und 2010 sowie 2015 verteidigt – war damit deutlich an die wiedererstarkte ÖVP unter LH Hermann Schützenhöfer verloren.

Leichtfried übernimmt interimistisch

Schickhofer hat nach eigenen Angaben SP-Parlamentarier Jörg Leichtfried gebeten, die Landespartei interimsmäßig zu übernehmen. Finanzlandesrat Anton Lang soll für die SPÖ die Regierungsverhandlungen in der Steiermark führen.

(APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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