Novomatic hat die Nase voll

Konzern erwägt Rückzug aus Österreich

Die ununterbrochene Negativ-Berichterstattung scheint nun sogar dem Glückspielriesen Novomatic zu viel zu werden. Der Casinos-Großaktionär war vor allem durch die Postenschacheraffäre ins Rampenlicht geraten (zackzack.at berichtete.) Nun scheint das Maß voll zu sein.

Wien, 27. November 2019 / Novomatic überelegt nun, das operative Geschäft in Österreich zu verkaufen. Zu groß scheint der Image-Schaden, den man durch die sogenannte Casinos-Affäre davongetragen hat, zu sein.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Gegen die Novomatic AG sowie Vorstandschef Harald Neumann und Eigentümer Johann Graf ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen Bestechung. Sie sollen den FPÖ-Kandidaten Peter Sidlo als Casinos-Finanzvorstand nominiert haben, um im Gegenzug Glücksspiellizenzen zu bekommen. Alle der insgesamt elf Beschuldigten in dem Verfahren bestreiten die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldvermutung.

„Wir haben uns das anders vorgestellt“

Über die konkreten Pläne wolle Neumann derzeit keinen Kommentar abgeben, so der „Kurier“. Wie man jedoch aus dem Umfeld der Konkurrenz höre, soll es Konsequenzen geben, die in den nächsten Wochen diskutiert würden. Demnach dürfte es um das Automaten-Glücksspiel und um Sportwetten gehen, heißt es in dem Bericht.  „Wir haben uns das anders vorgestellt, als wir die Casinos-Anteile gekauft haben“, wird Novomatic-Chef Harald Neumann zitiert.

Zentrale soll in Österreich bleiben

Was mit Novomatics Anteil von 17 Prozent an der teilstaatlichen Casinos Austria AG geschehen soll, ist der Zeitung zufolge offen. Die Novomatic-Konzernzentrale wiederum solle auf alle Fälle in Gumpoldskirchen bleiben, so der „Kurier“.

(fr)

Titelbild: APA Picturedesk

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