Eisskulptur statt Johnson

TV-Sender stellt Boris kalt

Eigentlich hätte Boris Johnson gestern in einer TV-Debatte über Klimaschutz teilnehmen sollen. Der Premierminister erschien jedoch nicht. Kurzerhand wurde der Torys-Chef ersetzt. Durch eine Eisskulptur einer schmelzenden Weltkugel. BoJo war nicht erfreut.

Wien, 29. November 2019/ Neben Premier Johnson erlebte auch der nicht erschienene Brexit-Hardliner Nigel Farage (Brexit-Party) eine kalte Überraschung. Auch seinen Platz, nahm während der TV-Debatte eine gefrorene Weltkugel mit der Aufschrift „Brexit-Party“ ein. Auf Johnsons Skulptur stand eingraviert „Conservatives“.  Johnson kritisierte den dafür verantwortlichen Channel 4. Er warf dem Sender parteipolitische Interessen vor. Demnach würde Channel 4 sich mit den Sozialdemokraten (Labour) „verschwören“.

Ersatz nicht zugelassen

Johnson schickte seinen Ersatz Michael Gove zur Diskussion. Dieser wurde jedoch nicht zugelassen, da nur die Parteichefs für die TV-Debatte eingeladen waren. Johnson lehnte die Teilnahme zur TV-Debatte über Klimaschutzmaßnahmen ab, da er das Thema nicht „isoliert“ behandeln wollte.

„Setzt euren Parteichef neben die anderen!“

Ein Redakteur von Channel 4 verteidigte die Aktion mit den Worten: „Setzt euren Parteichef Boris Johnson neben die anderen Chefs und hört auf, Spielchen zu spielen. Verweigern Sie sich nicht und drohen Sie nicht mit unserer Lizenz, das ist eine heikle Angelegenheit.“

Am 12. Dezember wählen die Briten ein neues Parlament nach den ausgerufenen Neuwahlen. In den Umfragen führen die Torys unter Boris Johnson deutlich.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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