Nordkorea beschimpft Japans Premier als Idioten

Nordkorea legt sich nun zum zweiten Mal innerhalb eines Monats mit Japans Regierungschef Shinzo Abe an. Nachdem Abe den jüngsten Test eines – nordkoreanischen Angaben zufolge – Mehrfach-Raketenwerfers als international verbotenen Test einer „Art ballistischer Rakete“ gebrandmarkt hatte, bezeichnete ihn ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang am Samstag als „einzigen Idioten der Welt und dümmsten Mann in der Geschichte“.

Wien, 30. November 2019/ Abe sei nicht einmal in der Lage, auf Fotos Raketenwerfer von einer Rakete zu unterscheiden, sagte der Ministeriumssprecher der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Er drohte, der japanische Ministerpräsident könnte „in nicht allzu ferner Zukunft und vor seinen eigenen Augen eine echte ballistische Rakete“ erleben. Er fügte hinzu, sich mit einem „politischen Zwerg“ wie Abe einzulassen, bringe nur „Schande“.

Kim Jong-un bei Test

Nordkorea hatte am Freitag einen neuen Test vom Vortag bestätigt. Dabei habe es sich um einen besonders großen Mehrfach-Raketenwerfer gehandelt, hieß es in einer von Fotos begleiteten KCNA-Meldung. Demnach wurde der Test von Machthaber Kim Jong-un selbst beaufsichtigt. Bereits Anfang November hatte Nordkorea Abe als „Dummkopf und Schurken“ beschimpft, nachdem dieser einen weiteren Test kritisiert hatte.

Tests zeigen Frustration

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mehrfach Waffen getestet, um den Druck auf die USA in den Atomverhandlungen zu erhöhen. Beobachtern zufolge zeigen die Tests die Frustration des isolierten Lands über den Mangel an Zugeständnissen – die Verhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington über den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms liegen derzeit auf.

(APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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