Schafft Österreich den Aufstieg?

Pro & Contra

Österreich schafft den Aufstieg nicht

Man hat zwar die leichtesten Gegner aus Topf eins gezogen, jedoch sind die Ukrainer mittlerweile ein gestandenes Team. In der Qualifikation blieben sie ohne Niederlage gegen Europameister Portugal und Serbien. Die Österreicher hingegen quälten sich in einer der leichtesten Gruppen, die sie seit langem hatten, mühsam zum zweiten Platz.

Die Niederländer befinden sich gerade im Aufschwung und erleben die Renaissance des Football Total. Nach den verpassten Qualifikationen für die letzten Großereignissen ist das eine Truppe, die jedes Team der Welt schlagen kann, was zum Beispiel Deutschland am eigenen Leib spüren musste.

Bleibt der bis jetzt noch unbekannte Vierte der Gruppe. Sollten es die Rumänen werden, würde es ein Spiel auf Augenhöhe werden. Die Rumänen hatten eine schwere Qualifikationsgruppe mit Spanien und Schweden und schlugen sich trotzdem wacker. Sollte es ein Team aus dem Quartett Georgien, Kosovo, Nordmazedonien und Weißrussland werden würde das Spiel zum Pflichtsieg werden. Und wie Österreich sich mit Pflichtsiegen tut hat man ja bei der Euro 2016 gesehen.

(bf)

Österreich schafft den Aufstieg

Der Grund dafür ist simpel: Es kann einfach niemand zweimal so deppat sein. 2016 war die Enttäuschung riesengroß. Obwohl alle im Team – allen voran Marcel Koller – stets bemüht waren, überzogene Erwartungen zu dämpfen, wurde im Verlauf des Turniers die Unreife der Mannschaft überdeutlich.

Gleich im ersten Spiel gegen Ungarn war die Nervosität mit Händen greifbar. Danach war der Wurm drin. Das Team kam mit destruktiv spielenden Gegnern wie Ungarn und Island einfach nicht zurecht.

Diesmal sind alle Beteiligten vorgewarnt. Das ÖFB-Team ist – was die individuelle Klasse betrifft – so gut wie nie zuvor, aber niemand spricht vom Wunderteam oder einer goldenen Generation. Viele Schlüsselspieler sind merklich gereift. Gerade die Art und Weise, wie die Mannschaft den holprigen Start der Quali weggesteckt hat, legt davon beredtes Zeugnis ab. Ein zentrales Problem, das schon 2016 spürbar war, bleibt: Es fehlt ein Knipser. Das ließ sich aber bisher kompensieren.

Vor allem aber: Unser Chef vom Dienst hat gerade eine Kiste darauf gewettet, dass Deutschland aufsteigt und Österreich als Dritter ausscheidet. Diese Wette gedenke ich nicht zu verlieren.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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