Klimakonferenz beginnt

Hoffnung oder Kapitulation?

196 Staaten nehmen an der heute beginnenden UN-Klimakonferenz in Madrid teil. Unter dem Motto „Zeit zu handeln“ sollen die Staaten dazu bewegt werden, strengere Klimaschutzpläne einzuhalten. Eine wichtige Teilnehmerin ist noch nicht vor Ort. Die junge Dame tuckert noch über den Atlantik.

Wien/Madrid, 02. Dezember 2019 / Der Präsident der letzten Klimakonferenz in Katowice (Polen), Michał Kurtyka, übergab heute Morgen den Vorsitz an die chilenische Regierung. Aufgrund der instabilen Lage im südamerikanischen Land, wird die heute beginnende Konferenz nicht in Chile, sondern in der spanischen Hauptstadt durchgeführt.

Hoffnung oder Kapitulation

Zum Auftakt wählte der UN-Generealsekretär Guterres harte Worte aufgrund der Klimakrise. Die Menschheit müsse sich nun zwischen Hoffnung und Kapitulation in Sachen Klimaschutz entscheiden. Zudem fragte er die anwesenden Staatsvertreter, ob sie als die Generation in die Geschichte eingehen wolle, die den Kopf in den Sand stecke, während die Welt in Flammen stehen würde.

Greta noch nicht da

29.000 Menschen werden an der elftägigen Klimakonferenz teilnehmen, darunter zahlreiche Regierung- und Staatschefs. Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen wird vor Ort sein. Neben Amtsträgern wird auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg erwartet. Sie befindet sich momentan noch auf dem Atlantik, da sie klimaneutral per Boot anreist. Die Verlegung der Konferenz von Chile nach Spanien kam der schwedischen „Fridays for Future“-Gallionsfigur in die Quere. Ihre Ankunft wird am Freitag erwartet.

Die Themen

Großes Thema der Konferenz werden die NDCs (Nationally Determined Contributions) sein, die national festgelegten Beiträge zum Klimaschutz. Im Mittelpunkt: das Pariser Klimaabkommen. Das bedeutet, dass alle Vertragsstaaten sowie Staatengemeinschaften, z.B. die EU, ihre Beiträge zur Umsetzung des Pariser Abkommens, etwa bei der Verringerung von Treibhausgas-Emissionen und die Vergrößerung ihrer Waldflächen, selbst festlegen. Bis jetzt reichen die Zusagen der Länder in Sachen Klimaschutz bei weitem nicht.

Weiters soll behandelt werden, wie die Hauptverursacher der Schäden an der Erde – die Industrieländer – sich an den Kosten der Klimakrise beteiligen können und Entwicklungsländer und kleine Inselstaaten entschädigen können. Zusammengefasst werden die Kosten unter dem Term „Loss and Damage“.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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