Siffrin in eigener Welt

Rekordsieg mit über 2 Sekunden Vorsprung

Nächster Slalom-Sieg für Mikaela Shiffrin. Mit über 2 Sekunden Vorsprung fuhr sie einmal mehr in einer eigenen Liga. Mit ihrem 62. Weltcupsieg zog die 24-jährige nun mit Österreich-Legende Annemarie Moser-Pröll gleich.

Killington, 02. Dezember 2019 / Nächster Rekord für Mikaela Shiffrin. Letzte Woche war Ingemar Stenmarks Slalomrekord fällig, jetzt hat sie mit Legende Annemarie Moser-Pröll gleichgezogen. Sie gewann mit einer Machtdemonstration und 2,29 Sekunden Vorsprung. Zweite wurde Petra Vlhova, Anna Swenn-Larsson wurde dritte.

Shiffrin unanfechtbar

Beste Österreicherin in Killington wurde Katharina Liensberger als Sechste. Katharina Gallhuber folgte auf Platz acht, Chiara Mair wurde Zwölfte. Die Levi-Dritte Katharina Truppe schied schon im ersten Durchgang aus. Katharina Huber, zur Halbzeit Achte, schied im Zweiten aus.

Bei ihrem Heim-Weltcup läuft es nur im Riesentorlauf nicht so recht. Dort ist sie noch sieglos. Beim Slalom gewann sie aber den vierten an der US-Küste seit ihrem Comeback. Bereits nach dem ersten Durchgang war sie mit 1,13 Sekunden Vorsprung klare Erste. Und auch im zweiten Durchgang blieb sie unangreifbar.

Mit ihrem zweiten Saisonsieg holte sie ihr 13. Slalom-Podium in Folge. Auch damit holte sie sich einen Rekord. Nur die Schweizerin Erika Hess hatte das bis dahin geschafft. In der Weltcup-Langzeitstatistik liegt Shiffrin nur noch hinter Landsfrau Lindsey Vonn, die es auf 82 Siege brachte. Shiffrin steht nun bei 62 Siegen.

Shiffrin war einmal mehr für die Konkurrenz außer Reichweite. Um das Podest mischten mit der halbzeitvierten Liensberger sowie fünften Gallhuber auch zwei Österreicherinnen mit. Auf dem „Eislaufplatz“ in den Green Mountains fielen in der Entscheidung aber beide „Kathis“ zurück. Für Liensberger oder Gallhuber wäre ein Platz auf dem Podium alleine drin gewesen, weil mit Wendy Holdener in der Entscheidung auch die Halbzeit-Dritte ausschied.

Österreicherinnen zurück

Vlhova, in Levi als Halbzeit-Führende noch ausgefallen, behielt diesmal zwar die Nerven, war aber mit der 18. Laufzeit gegen die Olympiasiegerin und dreifachen Slalom-Weltmeisterin Shiffrin chancenlos. Der genügte auch die viertbeste Zeit, um ihren Vorsprung sogar noch auszubauen.

„Schade, es war nicht mehr einfach zu fahren. Es hat geheißen, von Start bis Ziel runterdrücken, das war leider nicht ganz so auf Zug, wie ich mir gewünscht habe“, erklärte Liensberger ihren Rückfall. „Jetzt heißt es, mit jedem Mal mehr Gefühl bekommen.“

Für Gallhuber war Killington der erst zweite Slalom nach langer Verletzungspause. „Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein, der Rückstand ist schon sehr erschreckend“, gab die Niederösterreicherin zu. „Da sieht man, dass noch irrsinnig viel zu tun ist. Das war trotzdem ein Schritt nach vorne, der Weg stimmt.“

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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