Nordkorea: Diktator Kim weiht Skigebiet ein

Neues Skigebiet von Kim eingeweiht: Die nordkoreanische Propaganda feiert das neue Prestigeprojekt als „sozialistische Utopia-Stadt“. Unterdessen berichteten Diplomaten von Kinderarbeit. Auch Studenten mussten angeblich in ihren Semesterferien antreten.

Seoul, 03. Dezember 2019 / Völlig absurd: Ein Skigebiet, angeblich tausende Wohnungen, verschiedene Gewächshäuser und sogar ein Museum! Das alles ist mit großem Pomp in Nordkorea im Rahmen der Präsentation einer „neuen Stadt“ eingeweiht worden, die von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag als „Utopia-Stadt unter dem Sozialismus“ gefeiert wurde.

Kim Jong-un lässt sich feiern

KCNA veröffentlichte ein Bild, wie Machthaber Kim Jong-un in einem schwarzen Trenchcoat bei der Eröffnung von Samjiyon nahe des heiligen sogenannten Paektu-Berges an der Grenze zu China ein rotes Band durchschneidet. Kim habe „mit Leib und Seele“ zur Entstehung Samjiyons beigetragen, berichtete die Agentur KCNA. Der Machthaber war während der Bauzeit mehrfach in der Region unterwegs, um nach dem Projekt zu schauen. Die Nachrichtenagentur bezeichnete das Prestigeprojekt als Zeichen des Widerstands des Landes, das wegen seiner Atom- und Raketenprogramme immer noch zahlreichen internationalen Sanktionen unterliegt.

Diplomaten: Vorwurf der Kinderarbeit

Tausende Arbeiter waren dafür nach AFP-Informationen im Einsatz, viele davon Soldaten. Laut KCNA mussten auch Studenten in den Semesterferien dort arbeiten. Diplomaten berichteten darüber hinaus von Kinderarbeit.

 (Red./APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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