Unicredit baut 8.000 Stellen ab

Auch Bank Austria betroffen

Die italienische Großbank Unicredit streicht 8.000 Stellen. Auch ihre Österreich-Tochter, die Bank Austria, ist scheinbar betroffen.

Wien, 03. Dezember 2019 /Die italienische Großbank UniCredit, Mutter der Bank Austria, baut weiter Personal ab und schließt Filialen. Bis 2023 würden 8.000 Vollzeitstellen gestrichen, teilte die Bank am Dienstag mit. 500 Filialen würden geschlossen. Ziel sei es, die Kosten in der Zeitspanne um eine Milliarde Euro zu senken.

Gegenüber ZackZack.at sagte die Bank Austria, dass noch keine länderspezifischen Zahlen vorlägen. Allerdings laufen derzeit Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern. Somit scheint klar, dass auch die Bank Austria vom Stellenabbau betroffen ist.

Massive Einschnitte bereits 2016

Die UniCredit hatte 2016 wegen Verlusten in Milliardenhöhe mit einem umfassenden Umbau begonnen. Der damals neu eingesetzte Konzernchef Jean-Pierre Mustier strich bereits 14.000 Stellen. Mehr als 900 Filialen wurden bereits geschlossen. Als Zielmarke für den Jahresüberschuss nannte der Vorstand 5,5 Milliarden Euro, nach 4,7 Milliarden in 2019. Die Erlöse sollen zudem jährlich um 0,8 Prozent steigen, während die Kosten um 0,2 Prozent jährlich sinken sollen.

Die Bank, die einen höheren Aktienkurs anstrebt, will Anleger mit einer höheren Ausschüttungsquote locken. So sollen für 2019 40 Prozent des Nettogewinns ausgeschüttet werden statt wie zuvor 30 Prozent.

(APA/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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