Dornauer entwaffnet

Unbefristetes Waffenverbot verhängt

Waffe weg, Porsche weg – so sieht es aus beim SPÖ-Jäger Georg Dornauer. Nun steht auch sein Posten als Jagdleiter in der Schwebe.

Wien, 11. Dezember 2019 / Das laut Polizei geladene Gewehr, mit dem SPÖ-Jäger Georg Dornauer am Flughafen Innsbruck entdeckt wurde, hat ein Nachspiel. Nun wurde ein unbefristetes Waffenverbot über ihn verhängt. Damit verliert Dornauer auch die Jagdkarte. Für den passionierten Jäger ein schwerer Schlag.

Mit der Jagd ist es für Dornauer vorbei

Dornauer ist nicht nur Bürgermeister von Sellrain sondern auch Jagleiter der Jagdgemeinschaft Sellrain. Noch ist nicht klar, ob er nun abberufen wird. Ebenso könnte ihm ein Disziplinarverfahren durch den Tiroler Jägerverband drohen. Mit einer Bärenjagd in Tirol ist es damit für Dornauer erst mal vorbei.

Via Facebook nimmt er „die Entscheidung zur Kenntnis.“ „Wenn diese offenkundig generalpräventive, vorläufig besonders strenge Maßnahme eine Bewusstseinsbildung bei allen JagdkollegInnen bewirkt, dann ist dies positiv zu werten. Weitere Schritte in jedwede Richtung werde ich mir nun in Ruhe überlegen.“

Das Waffenverbot hat allerdings nichts mit einer „Generalprävention“ zu tun. Denn das Verbot bezieht sich nur auf Dornauer, und auch nicht auf seine Jagdkollegen oder die gesamte Jägerschaft. Deshalb wirkt das Statement etwas unverständlich.

SUV statt Porsche

Gefunden wurde das Gewehr im Porsche des Tirolers. Auch diesen ist er nun los. Nach eigenen Angaben tauschte er ihn gegen einen SUV ein. Jetzt fährt er einen Audi Q3. Erst kürzlich spendete er ein Monatsgehalt an die Partei. Zudem forderte er eine höhere Solidarabgabe von SPÖ-Mandataren. Er macht offenbar einen weiteren Schritt und tauschte seinen Skandal-Porsche ein. Jetzt fährt er ganz bescheiden SUV.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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