Wurst-Test positiv:

Großteil heimischer Streichwurst qualitativ gut

Nur eines von 40 getesteten Streichwurst-Produkten fiel bei Test vom Verein für Konsumenteninformation durch. Für die Feiertage kann durchgeatmet werden!

Wien, 19. Dezember 2019 / Wer in heimischen Supermärkten zur Streichwurst greift, kann davon ausgehen, ein qualitativ gutes Produkt zu erwerben. Das kam nun durch einen Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) heraus. Dieser zeigt, dass von insgesamt 40 getesteten Produkten 18 mit “sehr gut” und zwölf mit “gut” abschnitten. Lediglich die Geflügelleberwurst des Unternehmens Chiemgauer Naturfleisch wurde mit “nicht zufriedenstellend” bewertet.

Kalbsleberstreichwürste vorne

Den ersten Rang teilen sich die beiden Kalbsleberstreichwürste von “Hofstädter” und “Landhof”. Sie schneiden hinsichtlich sämtlicher Kriterien sehr gut ab. Geprüft wurde auf Zusammensetzung, Mikrobiologie, Kennzeichnung, Herkunft, substanzielle Beschaffenheit und Lagertemperatur. Zudem verkosteten Experten die Produkte. Lediglich bei der Nährwertqualität, die mittels des sogenannten „Nutri-Scores“ gemessen wird, müssen die beiden Testsieger – wie alle anderen getesteten Produkte auch – zurückstecken. Keine Streichwurst kommt diesbezüglich über ein “D” auf der Skala von “A” bis “E” hinaus. Den dritten Platz belegt die “Hühner-Leberstreichwurst” von Titz.

Leberanteil schwankend

Hinsichtlich der Zusammensetzung zeigt sich, dass der Leberanteil meist zwischen 20 und 30 Prozent liegt und vorwiegend Schweineleber verarbeitet wird. In zwei Fällen – der “Zwiebelstreichwurst Leber” von Landhof und der “Bio-Kräuter-Streichwurst” von Spar Natur – weisen die Produkte weniger als 20 Prozent Leberanteil auf. Das Produkt “Huhn” von Argeta enthält als einziges gar keine Leber.

Ungleiche Testbedingungen?

Das umstrittene Nitritpökelsalz ist in 39 Produkten enthalten. Ausgerechnet die bei den Testern durchgefallene “Geflügelleberwurst” von Chiemgauer Naturfleisch stellt die Ausnahme von der Regel dar. Das aus biologischer Landwirtschaft stammende und gentechnikfreie Produkt dürfte jedoch verdorben gewesen sein, weswegen die Experten die Verkostung verweigerten. Das Unternehmen reagierte auf den Test, indem es feststellte, dass das Produkt in keiner Weise problematisch wäre. Farbe und Geruch gäben keinerlei Hinweise auf qualitative Abweichungen.

(red/APA)

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