Kickl kommentiert

Das politisch korrekte Weihnachtsfest

Wie legt man das politisch korrekte Weihnachtsfest am besten an?

Noch drei Mal schlafen und dann kommt das Christkind! Oder Santa Claus. Vielleicht auch gar niemand. Ganz Renitente könnten sogar einem gewissen Brian huldigen, dessen Leben von Monty Python in Szene gesetzt wurde.

Wie legt man nun das Weihnachtsfest an, um niemanden vor den Kopf zu stoßen? Am besten eignet sich dafür eine schriftliche Umfrage in der Nachbarschaft und im Freundeskreis. Freilich darf nicht jeder seine Meinung dazu äußern, sondern nur jene, die bereits an der Anrede „Lieber Nachbar, lieber Freund“ die fehlenden Gendersternchen bemäkeln.

Wer das nicht tut, hat sich schon mal selbst disqualifiziert.

Die politisch korrekte Weihnachtsumfrage

Folgende Fragen dürfen in der Umfrage keinesfalls fehlen:

– Ist das Christkind männlich, weiblich oder divers?

– Ist Santa Claus der personifizierte alte, weiße Mann?

– Soll das Buffet ausschließlich vegan sein oder reicht ein zusätzliches vegan-vegetarisches Angebot aus?

– Wie ist bei der Sitzordnung hinsichtlich Safe Spaces vorzugehen? Reichen getrennte Tische zwischen Geschlechtern, Altersgruppen, Rauchern, Hautfarben, Religionen und sexueller Orientierung oder sind extra Räumlichkeiten notwendig?

– Ist Alkohol auch dann erlaubt, wenn Abstinenzler anwesend sind?

– Dürfen auch autofahrende Gäste teilnehmen oder besteht Fahrrad-Anreise-Pflicht?

Der politisch korrekten Weihnachtsfeier steht somit fast nichts mehr im Weg. Das Einzige, was vielleicht fehlt, ist die menschliche Korrektheit …

Frohe Weihnachten Euch allen und lasst es ordentlich menscheln!

Titelbild: APA Picturedesk

Aktuell

Archiv