Kickl kommentiert

Jahreswechsel

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Jetzt ist nicht nur jene Zeit, in der wir wohlwollend bis kritisch auf die vergangenen 365 Tage zurückblicken, sondern vielmehr jene, die voller Hoffnung auf die nächsten ist.

2020 wird besonders spannend, weil nach Meinung vieler auch das neue Jahrzehnt beginnt. Ob es tatsächlich korrekt ist, bei 0 zu beginnen und nicht bei 1, sei dahingestellt. Zumindest beginnen die 2020er.

2010 war die Welt noch irgendwie eine andere. Werner Faymann war SPÖ-Bundeskanzler, der Demokrat Barack Obama US-Präsident und auch wenn es genug zu motschkern gab, so war doch ein Gefühl der Stabilität gegeben.

Stabilität scheint neuerdings der Inbegriff von Fadaise geworden zu sein. So begab es sich, dass im Juni 2016 für den Brexit gestimmt, im November 2016 Donald “Grab them by the pussy“ Trump und im Oktober 2017 Sebastian „Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen“ Kurz ins höchste politische Amt gehievt wurden.

Auch Links herrscht keine Langeweile

Auch mit (den Überresten) der linken Seite der Macht war es nicht langweilig, wird hier doch für wichtige Dinge wie Gendersternchen und die korrekt-inklusive Anrede von weder männlich-noch-weiblichen Mitmenschen gekämpft. Die 2017 so richtig in Fahrt gekommene #MeToo Bewegung unterscheidet zwar weder zwischen Wahrheit und Lüge, Recht und Unrecht, aber das macht nichts, solange beschuldigte Männer erst mal karrieretechnisch auf Eis gelegt sind.

Die Wahrnehmung der Welt kann sich schnell ändern. Dank einer jungen Schwedin hat sich nur die Frage des Klimas ins Bewusstsein gedrängt, sie hat auch die Grünen in ungeahnte Sphären katapultiert. Die sind wiederum aus Staatsräson opferbereit und sehen die „türkise Schnöseltruppe“ plötzlich schneller als vertrauenswürdig an, als der Verfassungsgerichtshof ein türkises Gesetz kippen kann.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr und die 2020er.

Titelbild: Othmar Wicke

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