Meghan und Harry ziehen sich zurück

Der britische Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen in Zukunft einen Großteil ihrer royalen Verpflichtungen aufgeben und finanziell unabhängig sein. Gleichwohl möchten die beiden weiterhin Königin Elizabeth II. (93) unterstützen. Das erklärte das Paar am Mittwochabend in einer Stellungnahme des Buckingham-Palastes, die auch über den offiziellen Instagram-Account von Harry (35) und Meghan (38) verbreitet wurde. Die beiden wollen künftig sowohl in Großbritannien als auch in Nordamerika leben, hieß es darin.

Wien, 09. Jänner 2020 / „Nach vielen Monaten des Nachdenkens und der Diskussionen haben wir uns entschieden, in dieser Institution eine neue fortschrittliche Rolle für uns zu finden“, schrieben Harry und Meghan. Sie würden daher als Senior-Mitglieder der Royals zurücktreten – gemeint ist damit der innere Zirkel der königlichen Familie mit zahlreichen Verpflichtungen. Das Paar erhofft sich dadurch, „genügend Raum für unsere Familie und unsere Wohltätigkeitsarbeit zu finden“.

Das britische Königshaus äußerte Verständnis für den Wunsch von Harry und Meghan nach einem weitgehenden Rückzug von ihren königlichen Verpflichtungen, kündigte gleichzeitig aber schwierige Gespräche an. „Wir verstehen ihren Wunsch, einen anderen Weg einzuschlagen“, erklärte eine Sprecherin von Königin Elizabeth II. am Mittwochabend. Es handle sich jedoch um „komplizierte Fragen, die zu regeln Zeit braucht“. Die Gespräche über die zukünftige Rolle des Paares stünden noch ganz am Anfang.

Harry und Meghan waren in den vergangenen Monaten immer stärker in die Kritik geraten. So war ihnen vorgeworfen worden, dass sie zu sehr auf ihre Privatheit pochten. Erst kürzlich hatten sie sich eine sechswöchige Auszeit von ihren Verpflichtungen genommen und waren mit ihrem Baby Archie nach Kanada gereist. Dort hatte Meghan mehrere Jahre lang als Schauspielerin für die US-Serie „Suits“ gearbeitet.

Meghan oft kritisiert

Zuletzt wurde Harry und Meghan alles mögliche angekreidet – die klimaschädliche Nutzung von Privatjets, die teure Sanierung ihres neuen Wohnsitzes in Windsor und teils auch Meghans Kleidungsstil. Besonders übel wurde ihnen genommen, dass sie bei der Taufe ihres kleinen Sohnes Archie auf Privatsphäre beharrt hatten.

Vor der mehrwöchigen Auszeit von den royalen Verpflichtungen wirkten Harry und Meghan angeschlagen. In einem Fernsehinterview während einer Afrika-Reise hatte Harry eingeräumt, dass er sich mit seinem Bruder William (37) auseinandergelebt habe. „Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden.“ Zugleich betonte er, er werde immer für William da sein – und umgekehrt.

Bereits im Frühjahr waren Harry und Meghan aus dem Kensington-Palast in London, auf dessen Grundstück sie mit William und Kate gelebt hatten, ausgezogen. Sie wohnen seither in der Nähe der Queen in Windsor. Harry soll der Lieblingsenkel der Königin sein.

Zukunft in Nordamerika

Künftig wird er mit Meghan nun auch in Nordamerika leben. Es gab bereits viele Gerüchte, dass das Paar Großbritannien verlassen könnte. Allerdings tippten viele Royal-Experten auf den falschen Kontinent: nicht auf Amerika, sondern Afrika. Sowohl Harry als auch Meghan hegen eine große Liebe für die Länder südlich der Sahara. Unter dem Sternenhimmel dort sollen sie sich näher gekommen sein.

(APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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