Grüne Blimlinger kritisiert ÖVP-Fleischmann

„unvereinbar“

Ein erster koalitionsinterner Konflikt entbrennt um Kurz‘ Vertrauten in der Medienpolitik, Gerald Fleischmann. Die grüne Mediensprecherin Eva Blimlinger hält Fleischmanns Macht für „unvereinbar“.

Wien, 10. Jänner 2019 / Die Grüne Abgeordnete und Mediensprecherin Eva Blimlinger übt Kritik daran, dass der Kanzlerbeauftragte für Medienthemen, Gerald Fleischmann, gleichzeitig für die Kommunikation der ÖVP-Seite in der Regierung zuständig ist. „Ich halte das dem Grunde nach für unvereinbar, aber Sebastian Kurz sieht das offenbar anders“, sagte Blimlinger am Freitag im Interview mit dem „Standard“.

„Werden dem entgegenhalten“

„Ich finde, man kann PR für ein Regierungsmitglied nicht mit der medienpolitischen Strategie eines Staates verbinden“, so Blimlinger weiter in dem am Freitag online veröffentlichten Interview: „Wir werden unsere Medienpolitik dem entgegenhalten.“ Kanzler Kurz kümmert sich in der neuen Regierung selbst um Medienthemen und wird dabei von seinem langjährigen Sprecher und Vertrauten Fleischmann unterstützt, der zudem Vize-Kabinettschef ist und weiterhin für die strategische Kommunikation und Planung im Kanzleramt verantwortlich zeichnet.

Eva Blimlinger, ehemalige Rektorin der Akademie für bildende Künste und Präsidentin der Universitätenkonferenz. Über die Wiener Landesliste der Grünen zog sie in den aktuellen Nationalrat ein. Während der Koalitionsverhandlungen galt Blimlinger als sichere Kandidatin für ein Regierungsamt im Kulturbereich. Statt ihr wurde jedoch Ulrike Lunacek Kulturstaatssekretärin im Vizekanzleramt von Werner Kogler.

(APA/tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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