Windows 7 auch nach Support-Ende beliebt

Microsoft entsorgt seinen Betriebssystem-Klassiker Windows 7, doch viele Nutzer bleiben dem System treu. Experten warnen vor Sicherheitslücken.

Wien, 13. Jänner 2020 / Rund 30 Prozent aller PC-Anwender haben immer noch das beliebte Betriebssystem Windows 7 im Einsatz. Das geht aus Berechnungen des slowakischen Sicherheitsunternehmens ESET hervor. Für die Software gibt es von diesem Dienstag an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr.

„Dinosaurier im Einsatz“

„Wer weiterhin Dinosaurier im Einsatz hat, muss mit gravierenden Folgen für die Sicherheit seiner Daten beziehungsweise seines Unternehmens rechnen“, sagte Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann von ESET. „Entfallen die regelmäßigen Sicherheit-Patches, werden bekanntgewordene Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.“

Zu den öffentlichen Einrichtungen, die den Umstieg auf ein modernes Betriebssystem nicht geschafft haben, gehört die Berliner Stadtverwaltung. Dort waren im Dezember erst knapp zwei Drittel der 82.000 IT-Arbeitsplätze auf Windows 10 umgestellt worden. Experten gehen davon aus, dass das Land Berlin eine sechsstellige Summe für einen gesonderten Support-Vertrag ausgeben muss, um die noch nicht umgestellten Arbeitsplätze am Laufen zu halten.

Immer noch beliebt

Windows 7 kam vor über zehn Jahren am 22. Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 über Jahre hinweg treu. Während fast ein Drittel aller User  Windows 7 treu blieben, liegt der Marktanteil des Nachfolgers Widnows 8 bei unter einem Prozent.

(APA/red)

Titelbild: APA Picturedesk

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