2019:

304 Tote in den österreichischen Bergen

304 Tote in den Bergen. Das ist die traurige Bilanz von Alpinunfällen in Österreich 2019.

Innsbruck/Wien, 15. Jänner 2020 / Insgesamt 304 Menschen sind im vergangenen Jahr in Österreich im alpinen Raum tödlich verunglückt. Damit sind 2019 um neun Personen mehr als im Zehnjahresmittel in den Bergen gestorben, teilte das Kuratorium für Alpine Sicherheit und die Alpinpolizei am Mittwoch in einer Aussendung mit. Von den 304 Toten waren 46 Frauen und 258 Männer.

Große Unterschiede nach Bundesländern

Im Bundesländervergleich war Tirol, wie in den Vorjahren, auch 2019 Spitzenreiter bei den Alpintoten mit 102. Gefolgt von Salzburg mit 51 Toten, der Steiermark mit 43, Kärnten mit 36, Vorarlberg mit 31 und Niederösterreich mit 14 Toten. Der Großteil der tödlich Verunglückten stammte gleich wie in den Vorjahren aus Österreich (178 Tote, bzw. 59 Prozent), gefolgt vom Nachbarland Deutschland mit 85 Toten (28 Prozent).

Die meisten Toten beim Wandern

Die meisten Personen verunglückten im vergangenen Jahr beim Wandern bzw. Bergsteigen (107 Tote, 35 Prozent). Dahinter reihen sich mit 27 Toten die tödlichen Unfälle bei Forstarbeiten ein, gefolgt von den Skitouren mit 26 Toten. Der relativ hohe Anteil an tödlichen Forstunfällen im Jahr 2019 dürfte vermutlich auf die vielen Forsteinsätze und Aufräumarbeiten der Sturmschäden vom November 2018 sowie den Schnee- und Lawinenschäden des schneereichen Winters 2018/19 zurückzuführen sein, hieß es.

Die Alpinpolizei registrierte von 1. Jänner bis 31. Dezember 2019 insgesamt 101 Lawinenunfälle, bei denen 22 Personen starben. Acht davon waren Skitourengeher, neun Variantenfahrer, drei Wanderer bzw. Bergsteiger und je einen Toten gab es bei einem Forstunfall bzw. bei einer kombinierten Tour bzw. Hochtour.

(APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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