Airbus vor Milliarden-Strafen

Korruptionsermittlungen

Der Luftfahrtkonzern muss laut Analysten mit Strafen bis zu 3 Milliarden Euro rechnen. Die Vorwürfe gegen Airbus erinnern an die Eurofighter-Affäre.

Toulouse, 28. Jänner 2020 / Der europäische Flugzeugbauer Airbus steht nach eigenen Angaben vor einer Beilegung der Korruptionsermittlungen in drei Ländern. Man habe sich im Grundsatz mit der französischen Finanzpolizei PNF und der britischen Sonderermittlungsbehörde SFO und den Behörden in den USA geeinigt, teilte der Airbus am Dienstag mit.

Vorwurf der Bestechung und Korruption

Gerichte in den drei Ländern sowie die zuständige Regulierungsbehörde in den USA müssten der Einigung aber noch zustimmen. Näher könne man sich dazu aus rechtlichen Gründen nicht äußern. Nach einem Bericht der „Financial Times“ schätzen Analysten, dass der Flugzeugbauer insgesamt 3 Mrd. Euro an Strafe wird zahlen müssen.

In der Affäre, die Airbus seit mehr als fünf Jahren in Atem hält, geht es um den Vorwurf der Bestechung und Korruption im Zusammenhang mit dem Einsatz von Mittelsmännern beim Verkauf von Verkehrsflugzeugen.

Strafzahlung mit Österreich-Bezug

Bereits im Zuge der Eurofighter-Affäre in Österreich hat sich Airbus, die Herstellerfirma der Kampfjets, mit der bayerischen Justiz geeinigt. Für eine Strafzahlung von 81,25 Millionen Euro stellte die bayerische Justiz das Verfahren im Zusammenhang mit der Briefkastenfirma Vector ein. (ZackZack.at berichtete intentsiv). Das österreichische Strafrecht sieht eine solche Strafzahlung nicht vor.

 (wb/fr/APA)

Titelbild: APA Picturedesk

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