Kickl bei AfD

Ein Herz und eine Seele

Der FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hält heute eine Rede bei der ultrarechten Alternative für Deutschland (AfD) – zu einem „interparlamentarischen Austausch“, wie die FPÖ in einer Aussendung bekannt gab. Dienstagmittag gab Kickl bereits eine Pressekonferenz mit den stramm rechten Parteispitzen Alexander Gauland und Alice Weidel. Kickl und AfD begaben sich dabei auf Kuschelkurs.

Wien, 28. Jänner 2020 / Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat Kickl im Rahmen der Reihe „Themen der Zeit“ zu einem Vortrag eingeladen. Um 12 Uhr hielt Kickl gemeinsam mit den beiden AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel eine Pressekonferenz über eine zukünftig verstärkte Zusammenarbeit der FPÖ mit den deutschen Rechtspopulisten.

ÖVP wird „umfallen“

Besonderes Ziel Kickls war der ehemalige Koalitionspartner: die ÖVP. Er warnte vor „Umfallern“ der Türkisen in Sicherheitsfragen, bedingt durch den neuen grünen Regierungspartner. Bei der ÖVP „dominiere der Schein in Sicherheitsfragen“ laut Kickl. Weidel und Kickl konstruierten eine erneute Flüchtlingswelle herbei und attackierten sowohl Schengen, als auch die europäische Organisation für Außengrenzschutz Frontex. Kickl meinte gar, dass die Migrationswelle von 2015 in der Bevölkerung ein Trauma ausgelöst habe.

An seiner Seite betonte Gauland die kulturelle und historische Nähe der FPÖ zur AfD.

Strache und AfD werden keine Freunde

Auch Enfant Terrible Heinz-Christian Strache wurde bei der Pressekonferenz thematisch behandelt. Auf die Frage, ob bei einem etwaigen Wahlerfolg Straches die AfD eine Kooperation mit dem auf Ibiza gescheiterten Vizekanzler anstrebe, verneinte Gauland. Die AfD will „Straches Weg nicht begleiten“. Kickl riet Strache, er solle sich „eine Ecke suchen und sich genieren“.

Um 19 Uhr hält Kickl zudem einen Vortrag im Rahmen der Reihe „Themen der Zeit“ ab etwa 19.00 Uhr zum Thema „Europa ohne Grenzen?“.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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