Immer mehr unbesetzte Ärzte-Kassenstellen

Das österreichische Gesundheitssystem hat mit einem Mangel von Kassenstellen, insbesondere von jenen der Allgemeinärzte zu kämpfen.

Wien, 5. Februar 2020 / Die Zahl der unbesetzten Kassenstellen steigt: Patienten müssen daher immer häufiger zu Wahlärzten ausweichen. Insbesondere die Kassenstellen der Allgemeinmediziner sind Mangelware. Mit Jahresbeginn waren in Österreich 157 von den Krankenkassen ausgeschriebene Stellen für Ärzte nicht besetzt, das sind um 28 mehr als vor einem Jahr, geht aus Daten der Ärztekammer hervor, die der APA vorliegen.

Hauptsächlich Hausärzte

Diese Steigerung geht fast zur Gänze auf das Konto der Allgemeinmediziner, wo die Zahl der unbesetzten Stellen von 68 um fast 40 Prozent auf 95 angewachsen ist. Bei den Fachärzten ist nur eine unbesetzte Stelle hinzugekommen, zum Jahreswechsel waren es 62.

Oberösterreich am meisten betroffen

Am größten ist das Problem in Oberösterreich wo 28 Kassenstellen für Allgemeinmediziner und neun für Fachärzte unbesetzt sind. In Niederösterreich sind es 22 für Allgemeinmediziner und 14 für Fachärzte, in Wien 19 für Allgemeinmediziner und zehn für Fachärzte.

Unter Fachärzten: Größter Mangel bei Kinderärzten

Unter den Fachärzten ist der Mangel bei jenen für Kinderheilkunde am größten. 26 der insgesamt 62 nicht besetzten Facharztstellen betreffen die Kinderheilkunde, 16 die Frauenheilkunde.

(apa)

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