Kurz verteidigt Schredderman

Brisantes Detail aus Geheim-Meeting

Noch immer wird gegen Arno M., den Schredderman, ermittelt. Darüber soll sich Sebastian Kurz im Geheim-Meeting mit Journalisten echauffiert haben.

Wien, 07. Februar 2020 / Gegen Personen aus dem ÖVP-Umfeld werde zu lange ermittelt, sagte Sebastian Kurz bei einem Treffen mit 40 Journalisten vor wenigen Wochen. Der Kanzler wollte nicht, dass seine dort angebrachten Beschwerden an die Öffentlichkeit dringen. Das ist aber jetzt passiert.

Schredderman verdächtig

Nun wurde ein weiteres pikantes Detail vom sogenannten „Hintergrundgespräch“ bekannt: Laut Kurz wird gegen Arno M., besser bekannt als Schredderman, noch immer ermittelt. Der Mann, der Festplatten aus dem Kanzleramt unter falschen Namen schreddern ging, bleibt also verdächtig. Vor 40 Journalisten soll Kurz gesagt haben, dass sei politisch motiviert.

Für Kurz ist Arno jedenfalls unbescholten und ein enger Mitarbeiter. Er ist Mitarbeiter im Bundeskanzleramt und immer wieder als Leibfotograf für den Kanzler tätig. Erst kürzlich war er mit Kurz in Davos, um dort Bilder des Kanzlers mit Apple-Chef Tim Cook zu schießen.

“Walter Maisinger” in einsamer Mission?

Zu Erinnerung: Im Sommer brachte Arno M. unter dem Decknamen Walter Maisinger fünf Festplatten zur Firma Reisswolf. Die ÖVP erklärte später, Arno M. hätte als einfacher Mitarbeiter auf eigene Faust gehandelt. Es soll keine Anweisung für die Schredder-Aktion gegeben haben.

Für die Staatsanwaltschaft sind die Ermittlungen gegen Schredderman natürlich nicht einfach. Denn welche Daten auf den Festplatten zerstört wurden, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Für Kurz scheint jedoch klar: Arno M. ist unbescholten, Ermittlungen gegen ihn sind politisch motiviert.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk.

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