Sanders gewinnt Vorwahlen:

„Anfang vom Ende“ für Trump?

Senator und Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders hat die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Mit 26 Prozent liegt er vor dem liberal-pragmatischen Kontrahenten Buttigieg. Gegen Trump richtet er eine Kampfansage.

Concord (New Hampshire), 12. Februar 2020 / Der linke Kandidat der Demokraten lag in der Vorwahl in New Hampshire bei 26 Prozent, gefolgt von den moderat-pragmatischen Bewerbern Pete Buttigieg bei rund 24 Prozent und Amy Klobuchar mit etwa 20 Prozent.

„Dieser Sieg hier ist der Anfang vom Ende für Donald Trump“

Das sagte der 78-jährige Sanders vor jubelnden Anhängern. Der Senator hatte bereits vor vier Jahren in den Vorwahlen der Demokraten für Furore gesorgt. Letztlich war er damals aber im internen Rennen bei den Demokraten der früheren Außenministerin Hillary Clinton unterlegen, die dann die Präsidentschaftswahl gegen Trump verlor.

Sanders ist parteilos, steht aber dem linken Flügel der Demokraten nahe. Die ebenfalls linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren konnte er nun in New Hampshire ebenso wie schon bei der ersten Vorwahl in der vergangenen Woche in Iowa deutlich abhängen. Warren landete in New Hampshire mit etwa neun Prozent auf dem vierten Platz.

Ex-Obama-Vize vor dem Aus

Noch enttäuschender verlief der Abend für den früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der mit nur rund acht Prozent auf Platz fünf rangierte. Schon in Iowa hatte der Mitte-Politiker einen Rückschlag erlebt, indem er nur auf Platz vier landete.

Das Bewerberfeld der Demokraten schrumpfte nach der Abstimmung in New Hampshire weiter zusammen. Die Bewerber Andrew Yang und Michael Bennet erklärten ihren Ausstieg. Der Unternehmer Yang und der Senator Bennet sahen nach schwachen Ergebnissen in New Hampshire wie schon in Iowa keine Chance mehr auf die Nominierung für das Weiße Haus.

Die Vorwahlen werden sich noch monatelang hinziehen. Im Juli werden die Demokraten dann bei einem Parteitag ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die Präsidentschaftswahl im November offiziell nominieren.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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