Freitag, Juli 19, 2024

Genitalherpes

Das musst Du wissen, um vorzubeugen

Genitalherpes ist wahrscheinlich die am häufigsten verbreitete, sexuell übertragbare Krankheit in der heutigen Zeit. Sie ist hoch ansteckend. Wie können wir uns schützen?

Wien, 16. Februar 2020 / Genitalherpes, eine der unangenehmsten Sexualkrankeiten ist auch hierzulande weit verbreitet und leicht übertragbar. Wir haben versucht die wichtigsten Fakten zusammenzutragen.

Verbreitung

Genitalherpes oder “Herpes genitalis” wird durch Geschlechtsverkehr mit infizierten Personen, insbesondere beim Oralverkehr, übertragen. Am schnellsten kann sie sich durch häufige Partnerwechsel verbreiten. Sehr selten wird die Krankheit über die Toilette oder unter Verwendung gemeinsamer Gegenstände übertragen. In Österreich sind zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung mit dem Erreger infiziert.

Kommt und bleibt

Wenn man einmal infiziert ist, wird man das Virus nicht mehr los. Es tritt in der Regel nach der ursprünglichen Infektion wieder auf. Manchmal sogar nach vielen Jahren. Das Virus „schläft“ in den Nervenwurzeln. Eine Schwächung des Immunsystems kann das Virus aktivieren. Eine Infektion begünstigt auch die Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen und erleichtert den Weg für Gebärmutterkrebs.

Beide Geschlechter betroffen

Genitalherpes betrifft Menschen jeden Geschlechts. Das Ansteckungsrisiko einer Frau ist jedoch fünfmal höher als das des Mannes!

Übertragbar, aber nicht sichtbar

Viele Menschen glauben, dass Herpes nur dann ansteckend ist, wenn er am Körper sichtbar ist. Forscher beweisen jedoch das Gegenteil. Einige Menschen verbreiten das Virus möglicherweise einige Tage vor seinem Auftreten. Eine infizierte Person kann lernen, die Warnzeichen zu erkennen, die während dieser Zeit auftreten.

Symptome

Das häufigste Symptom für “Herpes genitalis” ist ein Ausschlag mit weißen Wunden. Diese ähneln Blasen, welche die Vagina, den Gebärmutterhals, den Penis, den Mund, den Anus oder andere Körperteile betreffen. Der Ausschlag kann Schmerzen, Juckreiz, Brennen, geschwollene Drüsen, Fieber, Kopfschmerzen und Erschöpfungsgefühl verursachen.

Vorbeugung

Natürlich ist die Verwendung von Kondomen eine gute Prävention, allerdings kann sich der Herpes auch außerhalb des vom Kondom geschützten Bereichs befinden. Die Einhaltung von Hygienegrundlegeln wird wärmstens empfohlen. Um einen erneuten Ausbruch zu vermindern, sollte das Immunsystem auf alle Fälle gestärkt werden. Eine Langzeittherapie von infizierten ist nicht auszuschließen. Während einer Behandlung ist Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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