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Bürgermeisterin rechnet mit Ministerin Raab ab

Emotionales Posting geht viral

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Ampflwang Monika Pachinger sorgte am Freitag mit einem emotionalen Facebook-Posting für riesiges Aufsehen. Ampflwang ist die Gemeinde in der Integrationsministerin Susanne Raab einst lebte. Die Bürgermeisterin gab dabei tiefe Einblicke in die Haltung der Ministerin und kritisierte sie scharf.

Wien, 09. März 2020/ 3400 Einwohner zählt die Gemeinde Ampflwang in Oberösterreich. Ampflwang sei immer eine Gemeinde gewesen, die „Flüchtlingen Unterschlupf gegeben habe“. Über Nacht verschwanden jedoch zahlreiche von ihnen in Schubhaft, laut Pachinger.

Raabs Heimatort ist der “politische Populismus”

Ein Emporkömmling dieser Gemeinde ist die Integrationsministerin Susanne Raab. Die Bürgermeisterin Ampflwangs, Monika Pachinger, kritisierte nun die Haltung in der Flüchtlingsdebatte, an der griechischen Grenze, der ehemaligen Einwohnerin entschieden. Ampflwang sei nicht der „Heimatort“ der Ministerin, sondern der politische Populismus.

Pachinger verfolgte am vergangenen Donnerstag eine Pressekonferenz der Integrationsministerin. Dabei fiel Pachinger auf:

„Die türkise Ministerin hat keine Ahnung, wovon sie spricht“. Raab bezeichne Schutzsuchende „als wären sie Invasoren, die als einziges Ziel die Zerstörung des Abendlandes vor Augen hätten.“

Pachinger bezeichnet Susanne Raab des Öfteren als intelligente Frau, die jedoch aufgrund des türkisen Populismus die christlichen Werte links liegen lasse.

„Sie lässt lieber unschuldige Kinder vor den Toren Europas „krepieren“. Aber das hat ihr politischer Messias Kurz bereits vor Jahren angekündigt: „Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen.“

Platz wäre da

Besonders emotional wird Pachinger, dass eigentlich Plätze für Schutzsuchende in den Gemeinden wären:

„Was aber stört mich als Bürgermeisterin eigentlich an dieser ganzen Situation? In Ampflwang haben wir eine relativ große leerstehende Flüchtlingsunterkunft. Ich würde sofort alles stehen und liegen lassen, um vor Krieg flüchtenden Frauen und Kindern diese Betten zur Verfügung zu stellen – auf der Stelle. Und das wäre alles kein Problem, genauso wie es in den letzten 20 Jahren kein Problem war. Und auch in anderen Orten wäre das möglich, wenigstens zwei bis drei Familien könnten wir „Bürgermeister“ und Gemeinden stemmen. Das wäre christlich.“

Ein weiterer Kritikpunkt der Bürgermeisterin ist die Unterstützung der Kurz-ÖVP des autokratischen System Ungarns.

“Nun aber stehen an der Grenze Europas tausende Frauen und Kinder, die Schutz suchen, die vor Gewalt und Tod flüchten, und der Integrationsministerin Raab fällt nichts besseres ein als „Wir werden niemanden mehr aufnehmen.“? Äußerst kurzsichtig für eine meiner Meinung nach intelligente Frau. Gleichzeitig wird seitens der österreichischen Regierung ein autokratisches Regime in Ungarn unterstützt, das sich seit Jahren wehrt, im Sinne der europäischen Zusammenarbeit Flüchtende aus Kriegsgebieten aufzunehmen, was für dieses Land – genauso wie für andere – ein Leichtes wäre.”

Momentan wurde das Posting bereits mehr als 2700 auf Facebook geteilt, erreichte mehr als 4000 Likes und wurde 700-mal kommentiert.

Das gesamte Posting finden Sie unten.

(bf)

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Titelbild: APA Picturedesk

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