Hofer erreicht nur 75 Prozent

“Riss” in Partei

Norbert Hofer wurde am Wochenende zum Landesparteiobmann der FPÖ-Burgenland gekürt. Dabei erreichte Hofer jedoch in seinem Heimatbundesland nur 75 Prozent der Stimmen. Das schwache Abschneiden begründete Hofer mit einem “Riss” innerhalb der Landespartei.

Wien, 09. März 2020/ Norbert Hofer ist am Samstag in Neudörfl mit 75,75 Prozent zum burgenländischen FPÖ-Landesparteiobmann gewählt worden. Der FPÖ-Bundesparteichef erhielt 100 von 132 gültigen Stimmen. 32 Delegierte votierten für den Ex-Landtagsabgeordneten Manfred Haidinger, der 24,24 Prozent erreichte. Stimmberechtigt waren insgesamt 150 Delegierte.

Hofer nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen “in einer sehr, sehr schwierigen Situation”. Er verspreche, dass er alles geben werde, “um diese Partei nach vorne zu bringen”. “Geben wir Gas gemeinsam”, sagte er zu den Delegierten.

FPÖ um Zusammenhalt bemüht

Vor der Abstimmung hatte es angesichts der Kampfkandidatur auf dem Landesparteitag der FPÖ mehrfach Appelle an den innerparteilichen Zusammenhalt gegeben. Er sei als Demokrat angetreten und nehme die Wahl zur Kenntnis, betonte Haidinger nach dem Votum: “Wir stehen jetzt alle gemeinsam hinter unserem neu gewählten Landesparteiobmann.” Man gehe mit ihm mit neuem Elan in die nächsten drei Jahre, um gemeinsam die Gemeinderatswahlen im Burgenland schlagen zu können.

Im Vorfeld des Parteitages war nämlich eine Kampfabstimmung zwischen Ex-Landesrat Alexander Petschnig und Haidinger erwartet worden. Petschnig zog aber seine Kandidatur zugunsten von Bundesparteiobmann Hofer zurück.

“Es war mir nie daran gelegen hier irgendwo einen Streit in die Partei zu bringen”, betonte Haidinger vor der Obmann-Wahl. Er wolle auch keine Spaltung in die Partei bringen. Es sei nicht einfach für ihn, gegen Bundesobmann Hofer zu kandidieren, “das war auch nie meine Absicht”.

Hofer hatte vor der Kampfabstimmung vor einer Spaltung in zwei Lager gewarnt: “Zusammenhalten, zusammenhalten, zusammenhalten.” Ob er bei der Landtagswahl in fünf Jahren gegen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) antreten werde, “Ich weiß es nicht”. Er könne auch noch nicht sagen, wie es bei der nächsten Bundespräsidentenwahl ausschauen werde, so der ehemalige Präsidentschaftskandidat.

Hofer will sich auf Bundesebene nicht zurückziehen

Dass ein Viertel der Delegierten gegen ihn stimmte, begründete Hofer mit einem “Riss” in der Landespartei.

“Nein, nein, gar nicht”, erteilte Hofer Überlegungen in Richtung eines Rückzugs aus der Bundesparteispitze eine Absage. “Es war auch früher so, dass Bundesparteichefs der FPÖ auch in Ländern Obleute waren.”

(APA)

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Titelbild: APA Picturedesk

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