Kochen im Corona-Zeitalter

Teil 2 – Die Rückkehr der Dosentomaten

Aufgrund der unglaublichen Leser-Nachfrage gibt es heute wieder “Kochen gegen Corona”. Diesmal widmen wir uns den Dosenparadeisern, für unsere deutschen Nachbarn “Dosentomaten”, die Sie ansonsten in ihrem Kammerl verstauben lassen. Heute auf dem Teller: Lasagne a la Quarantina und Pizza Quattro Isolationi.

Wien, 16. März 2020 /

Lasagne a la Quarantina

Wenn Sie in letzter Zeit durch die Supermarktgänge geschaut haben, wird Ihnen eine Sache aufgefallen sein: um an Nudeln zu gelangen, muss man entweder um 7:45 Uhr an der Supermarkttüre stehen oder einen schwarzen Gurt besitzen. Ein übersehener Schatz, der jedoch in Massen vorhanden ist, sind Lasagneblätter.

Zutaten

1 Packung Lasagneblätter

2 Dosenparadeiser

1 Glas Rotwein

500 gramm Faschiertes (für Deutsche: Hackfleisch, gemischt)

Muskat

500 ml Milch

100 Gramm Mehl

100 Gramm Butter

Olivenöl

1 Zwiebel

1 Karotte

1 Stangensellerie

1 Zehe Knoblauch

1 Packung Mozzarella

Optional Käse ihrer Wahl

Rezept

Wir beginnen damit, den Sellerie, die Zwiebel und die Karotte – die Dreifaltigkeit der italienischen Küche – fein zu schneiden. Währenddessen das Faschierte in einem großen Topf mit Olivenöl anbraten. Lassen sie es länger anbraten, als Sie glauben (natürlich nicht anbrennen lassen). Je mehr Spuren von Karamellisierung am Boden des Topfes, desto mehr Geschmack ergibt die Soße. Nach ungefähr 30 Minuten das Fleisch aus dem Topf entfernen und in demselben Topf das Gemüse für 15 Minuten anschwitzen, kurz vor Ablauf der 15 Minuten den fein gehackten Knoblauch hinzufügen. Nun das Fleisch wieder hinzufügen und Tomatenmark kurz einrühren. Danach mit Rotwein ablöschen und mit einem Kochlöffel den am Boden befindlichen Fond abkratzen. Darin liegt der gesamte Geschmack! Die Dosenparadeiser hinzufügen und eine der leeren Dosen mit Wasser auffüllen und ebenfalls hinzufügen. Nun für zwei Stunden kochen. Ungeduldige können auch früher die Soße verwenden. Ein bisschen feingehacktes Basilikum verfeinert die Soße noch ein bisschen. Passt auch perfekt für ihre in Tonnen gehorteten Spaghetti zuhause.

Nun widmen wir uns der Bechamel-Soße. Glauben Sie mir, Sie klingt komplizierter als sie ist. Einfach die 100 Gramm Butter in einem Topf schmelzen und dann dieselbe Menge Mehl hinzufügen. Nun unter ständigem Rühren und mittlerer Hitze den rohen Geschmack des Mehls herauskochen. Aufpassen, dass Ihnen nichts nicht anbrennt, sonst müssen Sie von vorne beginnen. Nach etwa 5 Minuten Auskochen des Mehls die Milch hinzufügen. Am Anfang wird es aussehen, als ob sich das Milch- und Mehl-Butter-Gemisch nicht verbindet. Durch ständiges Rühren sollte sich jedoch nach ein paar Minuten eine geschmeidige Masse gebildet haben. Hierauf mit etwas Muskat abschmecken und die Bastelei kann beginnen.

In einer Ofenform einen Teil der Bolognese-Soße verstreichen, darüber etwas Bechamel geben. Darauf die ungekochten Lasagneblätter legen, sodass diese den Boden verdecken. Wieder Bolognese, Bechamel, Lasagneblätter oben drauf. Und noch einmal wiederholen. Abschließen sollten Sie mit einer Schicht Beschamel, darüber Käse hobeln und/oder Mozzarellastücke verteilen.

Nun in den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für circa 40 Minuten, bis die Käsekruste oben goldbraun ist, backen. Aus dem Ofen nehmen und ein bisschen Auskühlen lassen. Verbrennungen brauchen unsere Spitäler momentan wirklich nicht. Mahlzeit.

Pizza Quattro Isolationi

Zutaten

1 Tiefkühlpizza

Rezept

Raus aus der Verpackung, Ofen auf 180 Grad. Warten, bis sie fertig ist.

Alle weiteren Teile:

Teil 1Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5

 

Ein Rezept von Benedikt Faast

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Titelbild: APA Picturedesk

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