Köstinger: Tausende Arbeitskräfte fehlen in Lebensmittelindustrie

Arbeitslose und Studenten sollen einspringen

Die Corona-Krise zieht immer weitere Kreise: Auf Grund von Quarantäne, Erkrankungen und der Grenzschließungen sieht sich Österreich mit einem Mangel an Arbeitskräften, die die Lebensmittelversorgung sicherstellen, konfrontiert. Es handelt sich dabei um meist schlecht bezahlte Arbeit unter schweren Bedingungen.

Wien, 20. März 2020 / Während die Zahl der arbeitslos Gemeldeten steigt, werden 5.000 Erntehelfer und tausende Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie, etwa 9.000 in der Fleischverarbeitung gesucht, sagte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Freitag in einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. Zur Vermittlung von Arbeitskräften wurde die Plattform “www.dielebensmittelhelfer.at” eingerichtet.

Studenten, Arbeitssuchende, Menschen in Ausbildung sollen einspringen

Köstinger und Arbeitsministerin Christine Aschbacher richteten einen Aufruf an alle, die jetzt etwa ihre Arbeit verloren haben, aber auch an Studenten und Menschen in Ausbildung, soweit sie keine Betreuungspflichten für Kinder oder Ältere haben, sich zu melden. Pikant: Immerhin geht es bei den Erntehelfern und Beschäftigten in der Fleischverarbeitung um schlecht bezahlte Jobs bei meist äußerst schweren Arbeitsbedingungen.

1.220,- Euro für Vollzeitbeschäftigung

Auf der eingerichteten Plattform kann man sich über die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Arbeit erkundigen. Der kollektivvertragliche Mindestbruttolohn bei einer Vollzeitbeschäftigung beträgt rund 1.500 Euro pro Monat. Wohlgemerkt brutto. Das ergibt rund 1.220 Euro netto – für einen Vollzeitjob, bei dem bis zu 12 Stunden täglich und bis zu 60 Stunden pro Woche möglich sind.

(lb/apa)

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Titelbild: APA Picturedesk

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