Nach Brand in Flüchtlingszentrum:

Verdächtige festgenommen

Nach einem Brand in einem Gemeinschaftszentrum auf der griechischen Insel Lesbos hat die Polizei drei Männer festgenommen. Die mutmaßlichen Brandstifter seien infolge ausgewerteten Materials von Überwachungskameras benachbarter Unternehmen festgenommen worden, berichteten die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA-MPA und der Staatsrundfunk am Samstag.

Wien, 21. März 2020 | Das Gemeinschaftszentrum “One Happy Family” war durch das Feuer am 7. März zerstört worden. In den vergangenen Wochen ist es auf Lesbos immer wieder zu Gewalttaten Rechtsextremer gekommen.

Aus Polizeikreisen hieß es, die drei Männer stammten aus Palästina. Einer von ihnen soll einen griechischen Pass haben. Die anderen beiden leben demnach in Athen. Sie sollen allem Anschein nach im Auftrag bisher unbekannter Drahtzieher nach Lesbos gereist sein und den Brand gelegt haben.

Familien in Lebensgefahr

Das Zentrum liegt unweit der Flüchtlingsunterkunft Kara Tepe, wo rund 1.500 Flüchtlinge und Migranten leben, darunter viele Kinder und Familien. Die Anlage diente Flüchtlingen als Treffpunkt. Nach Angaben des Vereins, der seinen Sitz im Schweizer Burgdorf hat, nutzten täglich Hunderte Menschen die Angebote des Gemeinschaftszentrums, darunter Schulunterricht, Friseur, Cafe und Bibliothek.

Am Montag war bei einem Brand im Flüchtlingslager Moria ein sechsjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Ob dieser Brand mit dem Anschlag am 7. März in Zusammenhang stehen könnte, ist bisher nicht bekannt.

(APA/red)

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Titelbild: Aufräumarbeiten im Flüchtlingslager Moria, wo bei einem Brand am Montag ein kleines Mädchen ums Leben gekommen war. Bild: APA Picturedesk

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