Erdbeben erschüttern Zagreb

Zwei mittelstarke Erdbeben in einer Abfolge von etwas mehr als einer halben Stunde haben Sonntag früh in der kroatischen Hauptstadt Zagreb schwere Schäden angerichtet. Getötet wurde niemand, aber Dutzende Menschen erlitten Verletzungen.

Zagreb, 22. März 2020 | Kroatischen Medien zufolge fielen Ziegel von den Dächern, Fassaden bekamen Risse, Mauern stürzten ein und Trümmer beschädigten parkende Autos. Auch die Kathedrale im Zentrum, das Wahrzeichen der Stadt, wurde beschädigt – eine der beiden Turmspitzen fiel aus mehr als 100 Metern Höhe zu Boden. Krankenhäuser mussten evakuierte werden. Trotz eisiger Temepraturen harren viele Menschen aus Angst vor Nachbeben im Freien aus.

Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) gab die Stärke des ersten Bebens um 6.24 Uhr mit 5,3, die des zweiten Bebens um 7.01 Uhr mit 5,0 an. Die Zentren der beiden Beben lagen sieben beziehungsweise zehn Kilometer nördlich von Zagreb.

AKW Krsko nicht betroffen

Das in Slowenien gelegene Atomkraftwerk Krsko, das sich etwa 50 Kilometer nordöstlich von Zagreb und etwa 100 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt befindet, war von dem Erdbeben nicht betroffen. “Das Atomkraftwerk funktioniert trotz des Erdbebens sicher”, teilte der Betreiber des von Slowenien und Kroatien gemeinsamen betriebenen AKW mit.

In der Anlage, die weiterhin mit voller Kraft in Betrieb bleibe, werden präventive Checks durchgeführt, hieß es weiter. Das slowenische Infrastrukturministerium teilte unterdessen via Twitter mit, dass die Experten im AKW Krsko Analysen gemäß Protokolle durchführen und es bisher nicht erforderlich gewesen sei, die Anlage abzuschalten. “Es gibt keine Konsequenzen oder Gründe für eine Abschaltung”, hieß es.

(dpa/APA/red)

Bilder von den Zerstörungen zum Durchklicken.

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Titelbild, Bilder: APA Picturedesk

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