Coronakrise in Schweden

Schwedens Regierung will mehr Befugnisse

Nachdem andere Länder in Europa bereits harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen haben, möchte die schwedische Regierung nun nachziehen.

Wien, 06. April 2020 / Die schwedische Regierung bemüht sich um mehr Durchgriffsrechte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Unter anderem geht es um das Recht, Flughäfen oder Bahnhöfe ohne Zustimmung des Parlaments zu schließen.

“Wir haben gesehen, wie rasch sich die Lage in Schweden und Europa verändern kann, und wir brauchen mehr Möglichkeiten, um schnell reagieren zu können, sollte das nötig werden”,

erklärte Gesundheitsministerin Lena Hallengren.

Öffentliches Leben war bisher kaum eingeschränkt

Im Gegensatz zu den meisten europäischen Staaten hat Schweden das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie bisher kaum eingeschränkt. Die Schulen in dem Land sind ebenso wie Restaurants oder Fitnessstudios weiter geöffnet.

Die schwedische Regierung hat bisher Zusammenkünfte von mehr als 50 Menschen untersagt und Besuche in Altenheimen verboten. Der Universitätsbetrieb läuft online ab.

Parlament soll nach Erlass zustimmen

Die zusätzlichen Befugnisse der schwedischen Regierung sollen zunächst für drei Monate gelten. Das Parlament soll die Möglichkeit erhalten, den einzelnen Maßnahmen so schnell wie möglich nach deren Erlass zuzustimmen. Die Verhängung des Kriegsrechts zähle nicht zu den zusätzlichen Befugnissen, die sich die Regierung sichere, war vonseiten der Regierung zu hören. Wann das Parlament über den Gesetzentwurf abstimmen soll, war zunächst unklar.

(apa)

Lesen Sie auch

Titelbild: APA Picturedesk

HIER SPENDEN!

Direkt an unser Konto spenden!

Bildungsverein Offene Gesellschaft
Verwendungszweck: ZackZack
AT97 2011 1839 1738 5900

AKTUELLES

Link zu: InlandLink zu: Meinung
Link zu: AuslandLink zu: Leben

Dazu brauchen wir eure Unterstützung:

im ZackZack-Club.

Kurz attackiert ZackZack!

Wir bleiben dran: in Wien,

Ibiza und Mallorca.

Schließen