Bundesgärten-Schikanen

Künstliche Engstellen geschaffen

Nach dem langen Hin und Her bezüglich der Öffnung der Bundesgärten in Wien sind sie nun seit gestern für die Öffentlichkeit zugänglich. Der von der Bundesregierung angedrohte Ansturm ist ausgeblieben. Eine weitere Schikane sorgt nun jedoch für Verwunderung.

Wien, 15. April 2020 | Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) begründete die lange Schließung der Bundesgärten damit, dass die Eingänge in ebendiesen Gärten zu eng wären. Das Hin und Her entwickelte sich zur Politposse. Die Bundesregierung, allen voran die ÖVP, schlossen eine Öffnung der Bundesgärten in Wien und Innsbruck über Wochen vehement aus. Dafür hagelte es Kritik von allen anderen Wiener Landtagsparteien.

Regierung gibt Druck nach

Nach großem Druck der SPÖ und aus der Bevölkerung gab die Bundesregierung nun nach und öffnete die Gärten, jedoch erst nach dem Osterwochenende. Der späte Zeitpunkt wurde ebenfalls kritisiert von der Wiener SPÖ. Der Streit um die Bundesgärten schaffte es sogar in die renommierte Londoner Tageszeitung „Financial Times“. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger wollte sich den Fragen der Zeitung jedoch nicht stellen, wie ZackZack berichtete.

Künstliche Engstellen geschaffen

Für Verwunderung in den sozialen Netzwerken sorgte die Tatsache, wie die Bundesgärten dann schlussendlich geöffnet wurden. Denn zahlreiche Tore der Parks blieben geschlossen, künstliche Engstellen wurden zum Beispiel beim Augarten im 2. Wiener Gemeindebezirk erst geschaffen. An den geöffneten Toren wurde Sicherheitspersonal stationiert, das den Einlass kontrollierte. Der Grund, wieso Tore geschlossen blieben: ein Mangel an Sicherheitspersonal.

Kein Anstrum – Parks bleiben fast leer

Ob mehr Personal überhaupt gebraucht worden wäre, ist ebenfalls fraglich. Der von der ÖVP angedrohte Ansturm von Wienern in die Bundesgärten blieb aus. Befürchtete Schreckensszenarien, wie von Elisabeth Köstinger herbeigerufen, bewahrheiteten sich nicht.

(bf)

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Titelbild: APA Picturedesk

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