Kronen Zeitung: Kurz ist auserwählt

Im November 2018 kaufte sich Kurz-Freund Rene Benko fast ein Viertel der “Kronen Zeitung”. An Regierungsinseraten und Corona-Sonderförderung satt gegessen ist Österreichs wichtigste Zeitung stramm auf Kurz-Kurs. Doch am Mittwoch holte Krone-Kolumnist Michael Jeannee zu einer sogar für sein Blatt ungewöhnlichen “Schleimattacke” aus.

Wien, 16. April 2020 | “Endlich und Gott sei Dank!” waren Kurz, Kogler, Anschober und Nehammer wieder im ORF zu sehen, schreibt Jeannée. Was wie Satire klingt, ist höchstens unfreiwillig komisch – die Krone meint das ernst. Das Blatt könnte sich eigentlich auch offiziell zum Regierungspressdienst umfunktionieren, denn kritischer Journalismus ist in der Krone gerade nicht angesagt: “An wen soll man sich sonst halten, wer wüsste besser Bescheid denn Kanzler, Vize, Gesundheits- und Innenminister? Diesem Powerquartett muss man glauben, vertrauen.”

Minister, Romanheld, Heiliger. Es gibt nichts, dass die Krone Kurz und seinen Ministern nicht zutraut: “Diese vier Männer sind moderne Musketiere im Kampf gegen das Virus.” Wer hätte gedacht, dass Jeannée so auch über einen Grünen einmal schreiben würde? Und dazu hat es nicht mehr gebraucht als die völlige Selbstaufgabe in der gütigen Umarmung der Neuen Volkspartei.

Noch im März hatten die Minister laut Krone nur ihre Pflicht erfüllt. Es seien “Politiker, die mit ihrer Verantwortung, ihrer Aufgabe, ihrer Pflicht wachsen. Politiker an der Front, wo sie hingehören.” Doch nun ist das Powerquartett um Kanzler Kurz der Entrückung ganz, ganz nahe: “Diese vier Gewählten sind auch Auserwählte.”

Hat schon jemand den Papst verständigt?

Thomas Walach

Bild: Screenshot Twitter/Dieter Chmelar

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