Intensivstation in Bergamo erstmals leer

Übern Berg?

Langsam beruhigt sich die Lage in Bergamo, dem Epizentrum der italienischen Corona-Krise. Gestern kam erstmals seit Ausbruch kein neuer COVID-Patient in die Notaufnahme von Bergamos Spitäler.

Rom/Bergamo, 21. April 2020 | Bergamo ist das europäische Wuhan – das Epizentrum der Corona-Krise in Europa. Seit Ende Februar ist die Stadt in der Lombardei durch Corna gefordert. Jetzt entschärft sich endlich die Lage: Gestern kam erstmals seit Ausbruch kein neuer Patient in die Notaufnahme von Bergamos Spitäler. Das ist ein großer Lichtblick.

Endlich wieder Ruhe

Die Gänge in den Krankenhäusern waren wochenlang gefüllt mit Patienten, nun sind sie wieder leer. Krankenwagen kommen nicht mehr im Minutentakt, um erkrankte Patienten einzuliefern. Der „Tsunami“ scheint erstmals überstanden.

“Wir haben die akuteste Phase überwunden. Wir sind stark mitgenommen, aber wir haben es geschafft”, sagte der Primar der Intensivstation des Krankenhauses von Bergamo, Luca Lorini. Auch Kirchen, die als Leichenhallen umfunktioniert wurden, sind wieder leer. Der Bürgermeister twitterte, dass die Kirche „endlich leer“ sei.

Die italienische Todesstatistik der EU seit 2016. In den letzten Wochen stieg die Mortalität dramtisch, doch nun sinkt sie wieder. Quelle: euromomo.eu

Krisenort Bergamo

Bergamo wurde am schwersten von Corona in Italien getroffen. Weil die Corona-Welle so heftig war, mussten Leichen in Krematorien nach ganz Norditalien transportiert werden, da die Krematorien in Bergamo keine Kapazitäten mehr hatten. Aktuell hält Italien bei 24.119 Menschen, die an oder zumindest mit COVID-19 gestorben sind.

(ot)

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Titelbild: APA Picturedesk

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