5G-Roboter ab nächster Woche in Linzer Seniorenheim

Mit Unterstützung von Huawei

Die Corona-Pandemie macht vieles möglich: Vor allem die Digitalisierung und Automatisierung schreiten enorm schnell voran. Nächste Woche, kommt ein neuer Schritt: Ein Linzer Seniorenheim bekommt einen 5G-Huawei-Roboter.

Linz, 09. Juni 2020 | Im Linzer Seniorenzentrum Spallerhof wird ab kommender Woche erstmals ein 5G-Roboter zum Einsatz kommen. Der Roboter soll im Foyer den Besuchern Fieber und erinnert diese bei Bedarf daran, eine Maske aufzusetzen. Auch weitere Funktionen kann der Roboter übernehmen.

Huawei und Google

Der 1,18 Meter kleine, 20 Kilo leichte, autonome intelligente Maschine mit Android-Betriebssystem wird als Unterstützung für das Pflegepersonal gesehen. Ab Herbst sei eine Ausweitung der Anwendungen geplant. So soll er bei der Essenauslieferung helfen und bei der Dokumentation die Fachkräfte unterstützen. Im Optimalfall bleibt dem Personal dann mehr Zeit für Pflege. Die Akkus haben eine maximale Laufzeit von 16 Stunden.

Der Gesundheitsroboter als echte 5G-Anwendung fördere “das Verständnis für angewandte Digitalisierung”, unterstrich Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die Bedeutung. Dass aber sowohl die Hardware-Firma “Huawei” sowie die Android- und Google-Mutter “Alphabet” die Daten des Seniorenheims nicht in Linz lassen werden, sondern diese in die USA und nach China schicken dürften, davon ist auszugehen.

Die Linz-AG-Tochter Liwest hatte vergangenes Jahr zwei 5G-Lizenzen – für die Regionen Linz/Wels sowie für den Rest Oberösterreichs – ersteigert. Nun werden u. a. “5G-Campus-Netze” exklusiv für Unternehmen zur Verfügung gestellt, erläuterte Linz-AG-Generaldirektor Erich Haider. Innerhalb von zwei Monaten mitten in der Corona-Zeit habe man es mit dem Technologiepartner Huawei geschafft, das Kernnetzwerk aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. “Damit wird es in Zukunft möglich sein, viele weitere innovative Projekte wie den 5G-Roboter umzusetzen”, meinte CEO Huawei Technologies Austria Jackie Zhang.

Spion Huawei?

Huawei, dass vor allem von der USA scharf kritisiert wird, steht auch in Europa in der Kritik. Der Vorwurf ist verständlich: Nachdem Europa nun jahrzehntelang von der USA-Hardware abhängig war, verschiebt sich diese Abhängigkeit im Zuge der 5G-Innovation nach China. Die USA unterstellt Huawei “Spionagetätigkeit”, Sebastian Kurz klärte kürzlich auf, dass er “keine Kenntnisse” zu einer Spionagetätigkeit Huaweis habe.

(ot/apa)

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Titelbild: APA Picturedesk

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