Bundesheer-Studie:

Wer sind die Auftraggeber?

Die Identität der Auftraggeber einer Umfrage, an der das Bundesheer beteiligt war, bleibt geheimnisvoll. Laut Umfrageinstitut handelt es sich nicht um eine Partei. Wer will also wissen, wie beliebt Sebstian Kurz ist?

Wien, 28. Juli 2020 | In seiner aktuellen Ausgabe berichtete das “Profil” von einer Bundesheer-Umfrage, in der unter anderem die Beliebtheit von Sebastian Kurz, Werner Kogler, Pamela Rendi -Wagner und Hans-Peter Doskozil abgefragt wurden. Schnell war klar: Ein weiterer Auftraggeber hatte seine Fragen angehängt. Solche “Omnibus-Umfragen” sollen eigentlich den Preis für die Umfrage drücken. Doch das Heer bezahlte bereits stolze 17.200 Euro. Laut Branchenkennern sollten damit eigentlich die Kosten für eine Online-Umfrage unter 1.000 Personen vollständig gedeckt sein. NEOS-Abgeordneter Douglas Hoyos äußerte einen Verdacht: Hat sich die ÖVP eine Parteiumfrage vom Bundesheer bezahlen lassen?

Demox: Keine Partei oder Vorfeldorganisation

Zackzack-Recherchen ergaben, dass es nicht nur einen, sondern sogar zwei weitere Auftraggeber waren. Ist die ÖVP oder eine ihr nahestehende Organisation darunter? Das betroffene Umfrage-Institut “Demox Research”, das auch für die kürzlich unter Kritik geratene Umfrage des Intergrationsfonds verantwortlich ist, dementierte am Dienstag gegenüber zackzack: Man könne ausschließen, dass unter den beiden Auftraggebern eine Partei oder eine Vorfeldorganisation seien, sagt Demox-Geschäftsführer Paul Unterhuber.

Wer, wenn nicht eine Partei oder Vorfeldorganisation interessiert sich dafür, wie die Wien-Wahl ausgehen könnte, oder wie zufrieden die Bevölkerung mit der türkisgrünen Regierung ist? Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um eine PR-Agentur im Auftrag der ÖVP handelt. Sebastian Kurz’ früherer Wahlkampfmanager Philipp Maderthaner winkt jedoch ab: Er könne ausschließen, die Umfrage beauftragt zu haben.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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