212 Umweltschützer im letzten Jahr getötet

Es ist eine traurige Rekordzahl, die die NGO Global Witness am Mittwoch veröffentlichte: 212 Umweltaktivisten wurden im letzten Jahr weltweit getötet. Die Hälfte der Ermordeten sind Aktivisten von den Philippinen oder aus Kolumbien. Auch in Europa werden Umweltschützer getötet.

Wien, 29. Juli 2020 | Woche für Woche bezahlen im Schnitt vier Umweltaktivisten bei Protesten mit ihrem Leben. Das geht aus einer neuen Studie der Nichtregierungsorganisation (NGO) Global Witness hervor. Global Witness will die Ausbeutung natürlicher Ressourcen aufdecken und diese dokumentieren.

212 Ermordete trauriger Rekord

Bei den insgesamt 212 ermordeten Umweltschützern im Jahr 2019 handelt es sich laut der NGO um einen Rekordwert. 2018 lag die Zahl der Morde bei 164, im Jahr davor bei 153. Der Großteil der Morde blieb dabei ungelöst, beziehungsweise gab es dafür keine Konsequenzen. Die tatsächliche Zahl dürfte laut der NGO wohl noch deutlich höher sein, da zahlreiche Fälle nicht dokumentiert werden. Neben Unternehmen sieht die NGO auch eine große Gefahr durch staatliche Akteure.

Der überwiegende Anteil der Morde ist laut Global Witness auf die Bergbauindustrie (50) zurückzuführen, gefolgt von der Agrar (34)- und Forstwirtschaft (24). Die meisten Morde an Umweltaktivisten wurden der Studie zufolge in Kolumbien (64), den Philippinen (43) und Brasilien (24) verübt. Mehr als zwei Drittel aller Fälle registrierte Global Witness in Lateinamerika.

Auch in Europa

Auch in Europa kam es zu zwei Morden. Im EU-Land Rumänien werden die Morde mit der Forstwirtschaft in Verbindung gebracht. Zwei Förster wollten illegale Abholzungen stoppen, dabei wurden sie getötet.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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