Nicht einmal er kann der Weisheit entrinnen

Kickl kommentiert

Es war ein absolut spontanes Gebet, das für den eh auch nur zufällig anwesenden, damaligen Altkanzler Weisheit erbat. Und jetzt hat sie ihn erwischt!

 

Wien, 28. August 2020 | Es war im Juni 2019, als der nicht wahlkämpfende Sebastian K. auf seiner Tour überraschenderweise an der Stadthalle vorbei kam und sich schnurstracks auf die Bühne begab, um für sich und das Land beten zu lassen.

“Vater, wir danken dir so sehr für diesen Mann, für die Weisheit, die du ihm gegeben hast, für das Herz, dass du ihm gegeben hast für dein Volk. Wir beten und wir danken dir, dass Gerechtigkeit in der Nation eine Nation aufrichtet. Dass Sünde für alle furchtbar ist. Wir beten, dass du ihm gerechte Führung gibst, riesige Weisheit und viel Schutz.“

So viel Dank für Weisheit, kombiniert mit dem Wunsch nach noch mehr davon, konnte selbst an ihm, der das alles so gar nicht gewollt hatte, spurlos vorübergehen. Schon im März 2020 war ihm die Weisheit auf den Fersen, jedoch entpuppte sich Sebastian K. als schneller.

“Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist.”

ließ er das Volk wissen, zumindest der erbetenen „gerechten Führung“ folgend.

“Die Wahrheit ist, dass die schweren Zeiten noch vor uns stehen.”

gab er uns mit auf den Corona-Weg mit.

Im Juni 2020 versuchte die Weisheit wieder, ihn endlich zu erwischen, doch er verkündete die gute Nachricht:

„Nachdem wir die gesundheitlichen Folgen der Krise überstanden haben …“

Erste Anzeichen der Weisheit

Die chaotischen, weil verfassungsrechtlich nicht korrekten Verordnungen, konnte der immer noch Verfolgte dem Gesundheitsminister in die grünen Schuhe schieben, den Ischgl-Hotspot den Tirolern zuschreiben und die Schuld an nicht geflossenen Hilfszahlungen den unfähigen Antragstellern selbst geben. Waren dies bereits erste Anzeichen, dass die Weisheit das Rennen gemacht hat?

Vielleicht ist es jetzt endlich soweit und sie konnte seiner habhaft werden! Denn Sebastian K. weiß jetzt, dass „ab dem Sommer 2021 alles wieder ganz normal sein wird.“ Zumindest in Österreich. Aber das reicht ja. Amen.

Daniela Kickl

Der Kommentar gibt nicht die Meinung der Redaktion, sondern ausschließlich der Autorin wieder.

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Titelbild: APA Picturedesk

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