Bisher größte Wien-Wahl-Umfrage

SPÖ souverän, ÖVP stürzt ab, FPÖ zerbröselt’s

Die bisher größte Umfrage vor der Wien-Wahl im Auftrag von „Heute“ und „ATV“ zeigt ein klares Bild für den 11. Oktober: Die SPÖ steigert sich zu ihrem 2015-Ergebnis, die ÖVP stürzt aufgrund der niedrigen Vertrauenswerte Blümels weiter ab. Das Team Strache kämpft um den Einzug.

 

Wien, 07. September 2020 | Die neueste Umfrage von Unique Research im Auftrag von „Heute“ und „ATV“ ist mit 1.600 Befragten bisher die größte für die kommende Wien-Wahl am 11. Oktober. Platz 1 dürfte demnach unangefochten an die SPÖ gehen.

Die Partei um Bürgermeister Michael Ludwig steuert auf eine Verbesserung des Wahlergebnisses von 2015 (damals noch unter Alt-Bürgermeister Michael Häupl) zu. So liegt die Wiener SPÖ momentan bei 41 Prozent – bei einer vergleichsweise geringen Schwankungsbreite von 2,4 Prozent. 2015 erreichte man 39,6.

ÖVP stürzt ab und stapelt tief

Platz 2 geht laut Unique Research an die ÖVP, zumindest Stand jetzt. 20 Prozent werden der türkisen Wien-Partei attestiert. Der Trend ist jedoch dramatisch: Stand man im März noch bei bis zu 27 Prozent, verlor die Volkspartei aufgrund der sinkenden Beliebtheitswerte von Spitzenkandidat Gernot Blümel konsequent.

Blümels U-Ausschuss-Auftritt, als er sich 86 Mal nicht erinnern konnte, sowie sein Nullenfehler im Parlament, veranlassten sogar Bundeskanzler Sebastian Kurz, die Erwartungen herunterzuschrauben. Der Türkisen-Chef gibt als Wahlziel neuerdings 15 Prozent aus. 2015 erzielte man das historisch schlechteste Ergebnis: mit Manfred Juraczka, der auch dieses Jahr wieder auf der Liste steht, schaffte die ÖVP nicht einmal zehn Prozent.

Grüne gewinnen hinzu, FPÖ zerfällt

Auch die Grünen dürften sich laut neuer Umfrage verbessern. 15 Prozent stehen für die in der Stadtregierung vertretenen Grünen in Aussicht. Das ist ein Zugewinn von 3,2 Prozent für die Partei von Vize-Bürgermeisterin Birgit Hebein.

Für die Freiheitlichen steht am 11. Oktober wohl ein düsterer Urnengang bevor. 30,8 Prozent erreichte die FPÖ noch 2015. Nach Ibiza und HC Strache-Spesenaffäre fällt die Partei rund um Spitzenkandidat Dominik Nepp allerdings auf gerade einmal 9 Prozent zurück.

Für die NEOS stehen mit Spitzenkandidat Christoph Wiederkehr 7 Prozent in Aussicht. 2015 waren es noch mit der jetzigen NEOS-Parteichefin Beate Meinl Reisinger 6,2 Prozent.

Um den Einzug zittern muss Heinz-Christian Strache. Mit seinem Team HC steht er momentan bei exakt 5 Prozent, die auch für den Einzug benötigt werden.

Drei Prozent entfallen auf die Kleinparteien BIER, SÖZ und Links.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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