Oktoberfest ist jetzt in China

München-Schock

Sebastian Kurz rief letzte Woche die „Zweite Welle“ aus. Währenddessen behauptet China, das Virus bereits besiegt zu haben. Dort feiert man sogar ein „Oktoberfest“ mit 1,2 Millionen Besuchern und mit Überwachungs-App.

Wien, 21. September 2020 | Die Münchner „Wiesn“ war bis zum Jahr 2020 das größte Bierfest der Welt. Aber im heurigen Jahr ist alles anders: Das bayerische Oktoberfest gibt es nicht und China hilft aus. Laut der kommunistischen Partei sei das Corona-Virus in China besiegt, deshalb spräche nichts gegen ein Bierfest. 1,2 Millionen Menschen kamen chinesischen „Wiesn“.

Oktoberfest statt „Zweite Welle“

Zwischen Peking und Schanghai liegt Qingdao, eine 9 Millionen-Stadt, die hierzulande kaum jemand kennt. Dort findet seit 1991 das „asiatische Oktoberfest“ statt. Doch dieses Jahr ist es das einzige Oktoberfest im Vollgasmodus. Das nützt Chinas Staatsapparat für Propaganda: Im kommunistischen Land würde man wieder feiern. Anders in Europa, wo die Politik mit dem Virus überfordert sei..

Seit Anbeginn der Corona-Krise will China der Welt den Weg aus der Krise zeigen. Nicht mehr die USA gehe während einer globalen Krise voran, sondern der Xi-Jinping-Staat. Mit strengen Ausgangssperren und digitaler Überwachung könne man das Virus besiegen, so die Nachricht an den Westen.

In München gibts nur „WirtshausWiesn“

Auch beim Oktoberfest setzt man vor allem auf digitale Überwachung, Maskenpflicht gibt es nur für die Kellner, aber: Nur mit Corona-App kommt man rein. Wenn nach dem Scannen eines QR-Codes die App Grün aufleuchtet, gilt man als Corona-frei und darf feiern – ohne App kein Bierzelt also. Wird es auch die Münchner „Wiesn“ 2021 nur mehr mit App geben?

In München startete am Samstag immerhin die „WirtshausWiesn“, das Oktoberfest wurde bereits im April abgesagt. Mehr als 50 Gaststätten sollen die bayerische Sehnsucht nach Weißwurst, Brezel und Bier stillen. Der Chefarzt der Münchner Klinik für Infektiologie blickt „sorgenvoll“ auf die Oktoberfest-Lust der bayerischen Landeshauptstadt. Er befürchtet „Superspreader-Events.“

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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