Benko-Signa schüttet 201 Mio. aus

Krise? Welche Krise?

Falls Sie sich gefragt haben, wie es Rene Benko inmitten einer Wirtschaftskrise geht: Sie brauchen sich keine Sorgen machen. 201 Millionen Euro schüttete seine Signa für das Jahr 2019 aus.

Wien, 06. Oktober 2020 | Das Flaggschiff der Signa-Gruppe um Investor Rene Benko, die Signa Prime Selection AG, schüttet für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 201 Mio. Euro aus. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf das Protokoll der Hauptversammlung, das vergangene Woche im Firmenbuch hinterlegt worden war. Der Jahresgewinn (IFRS) hat sich von 416 Mio. Euro auf 838 Mio. Euro mehr als verdoppelt – unter anderem, weil die Immobilien höher bewertet wurden.

KaDeWe und “Goldenes Quartier”

Der Signa Prime Selection AG gehören Luxus-Einzelhandelsimmobilien wie das Berliner KaDeWe und das “Goldene Quartier” in Wien. Über Holdinggesellschaften und Stiftungen kontrolliert Benko die Mehrheit von Signa Prime. Die Hauptaktionäre sind neben Benko Madison International Realty mit 7,2 Prozent, die RAG-Stiftung mit 6 Prozent sowie die Gebrüder Peugeot, die R+V Lebensversicherung, die ebenso wie der Bau-Unternehmer und Ex-Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner und Klaus-Michael Kühne je 5 Prozent halten.

Auch die Privatstiftung Lauda ist beteiligt. Aufsichtsratsvorsitzender ist der ehemalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ).

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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