Köstinger präsentiert 2-jährigen Sohn als jüngstes JVP-Mitglied

Eine Propagandaaktion von Ministerin Elisabeth Köstinger sorgte am Mittwoch für Kopfschütteln. Im Netz präsentiert sie ihren 2-jährigen Sohn Lorenz als jüngstes Mitglied der Jungen Volkspartei.

 

Wien, 15. Oktober 2020 | „Wir freuen uns, bald unser jüngstes JVP-Neumitglied, den Sohnemann unserer Ministerin, bei uns begrüßen zu dürfen.“ Mit diesen Worten hielten ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger und die stellvertretende JVP-Obfrau Claudia Plakolm eine Mitgliedsurkunde für Köstingers Sohn Lorenz in die Kamera und veröffentlichte das Bild auf Instagram. Das Problem: Lorenz Köstinger ist gerade einmal 2 Jahre alt. Ein Scherz, wie sich später herausstellen sollte. Laut JVP-Statut beträgt das Mindestalter für eine Mitgliedschaft 15 Jahre.

Viele Internetnutzer fanden das gar nicht lustig. Claus Pandi, Chefredakteur der Salzburger „Krone“ bezeichnete das Bild als „besorgniserregend“. Der ehemalige Profil-Chefredakteur Herbert Lackner ortete eine „Parallelgesellschaft“ und Ex-SPÖ-Minister Thomas Drozda gar einen „Fall für den Sektenbeauftragten.“  

Grünen-Reimon findet „Aufregung übertrieben“

Auch dem ehemaligen grünen Abgeordnete Albert Steinhauser blieb angesichts der JVP-Werbeaktion das Lachen im Hals stecken: „Hätte ein kleiner türkischer Gemüsehändler einen zweijährigen Sohn bei der Jung-AKP eingeschrieben – ich bin mir sicher, die ÖVP hätte mit Schaum vor dem Mund das österreichische Kindschaftsrecht geändert.“, sagte Steinhauser.

Der gegenwärtige Grün-Abgeordnete Michel Reimon rückte hingegen prompt zu Köstingers Verteidigung aus. Er findet „die Aufregung übertrieben.“ Es würden schließlich auch Babys getauft und Fotos davon gepostet. Reimon sehe da keinen Unterschied.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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