Totalabsturz

Politbarometer: Kurz erstmals im Minus

Hiobsbotschaft für den Kanzler! Das neueste Politbarometer der „heute“ sorgt für ein Erbeben bei den Beliebtheitswerten. Sebastian Kurz befindet sich das erste Mal im Minusbereich und rutscht auf Rang neun ab. Im Vergleich zum März verlor der Bundeskanzler 69 Punkte.

 

Wien, 02. November 2020| Es ist ein Absturz, der seinesgleichen sucht. Nachdem der Bundeskanzler im Juni von der Spitze der Beliebtheitswerte auf Rang Zwei rutschte, ging der Sinkflug des ÖVP-Chef dramatisch weiter. Im „Heute“-Politbarometer für Oktober fällt der Kanzler nur auf den neunten Platz. Noch schlimmer für den umfrageaffinen Kanzler: Die Differenz aus Positiv -und Negativnennungen ist das erste Mal sogar im Minus (-zwei Punkte).

Der Vergleich mit seinen Beliebtheitswerten aus dem März zeichnet ein noch dramatischeres Bild für den ÖVP-Chef. Zum Start der Pandemie konnte der Kanzler noch auf +67 Punkte Zustimmung hoffen. Innerhalb von nur acht Monaten stürzte Kurz somit um 69 Punkte ab. Kurz liegt nur mehr einen Punkt vor der Chefin der kleinsten Oppositionspartei, Beate Meinl-Reisinger (NEOS).

Grünes Trio liegt an Spitze

An der Spitze liegen nun erstmals drei Grüne Minister. Gesundheitsminister Rudolf Anschober führt das Feld mit +14 Punkte an, gefolgt von Vizekanzler Werner Kogler (+acht Punkte). Justizministerin Alma Zadic (+sieben Punkte) schließt das Podium ab. Alle drei verloren jedoch ebenfalls in den vergangenen Monaten an Beliebtheit.

Nur drei weitere Minister kommen auf einen positiven Saldo in der Endabrechnung. Außenminister Alexander Schallenberg auf Platz (+vier Punkte), dahinter ex aequo Innenminister Karl Nehammer und Bildungsminister Heinz Faßmann (beide + zwei Punkte).

Blümel unbeliebtester Minister

Die beiden unbeliebtesten Minister kommen aus der ÖVP. Die rote Laterne geht an Finanzminister Gernot Blümel, der mit minus 13 Punkten am Tabellenende der Minister liegt. Die Schmach des unbeliebtesten Regierungsmitglieds entging der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (-zwölf Punkte) somit nur knapp.

Rendi-Wagner steigert sich

Stark steigern konnte sich hingegen die SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Elf Punkte legte sie bei den Positiv-Negativmeldungen zu. Sie liegt derzeit bei minus acht Punkten. Abgeschlagen am Ende des Rankings liegt FPÖ-Parteichef Norbert Hofer mit -30 Punkte.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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