Dritte Corona-Teststraße

Aufbau nächste Woche

Da in Wien die Anzahl der Corona-Testungen explosionsartig zugenommen hat, soll laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker eine dritte Teststraße eingerichtet werden. Zudem soll es “Husten-Schnupfen-Container” für akute Krankheitsfälle mit Corona-Sypmtomen geben.

Wien, 04. November 2020 | Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hat am Dienstagabend im ORF-Report eine dritte Corona-Teststraße angekündigt. Schon bisher bestanden solche Einrichtungen am Vorplatz des Ernst-Happel-Stadions sowie auf der Donauinsel bei der Floridsdorfer Brücke. Darüber hinaus werden jetzt die sogenannte “Husten-Schnupfen-Container” für akute Krankheitsfälle mit Corona-Symptome aufgestellt.

Bekanntgabe nächste Woche…

Mit den steigenden Infektionen und dem Contact Tracing habe auch die Testanzahl explosionsartig zugenommen. Mit einer weiteren Teststraße wolle man die 1450-Hotline und andere Testeinrichtungen entlasten und die Schnelligkeit der Testungen in Wien beschleunigen.

Wie ein Pressesprecher des Gesundheitsstadtrats gegenüber ZackZack betonte, wird die Bekanntgabe über Ort und Zeit der neuen Corona-Teststraße nicht vor nächster Woche geschehen.

…und Aufbau von “Husten-Schnupfen-Containern”

Zusätzlich werden jetzt die sogenannten “Husten-Schnupfen-Container” in der Stadt aufgebaut – dadurch sollen “wohnungsnahe Testmöglichkeiten” angeboten werden können, so der Sprecher Hackers. Wie ZackZack bereits berichtete, können bei diesen Containern symptomatische Fälle mit Schnelltest getestet werden. Vor Ort wird ebenfalls eine ärztliche Behandlung angeboten: im Falle eines negativen Tests könnten Rezepte für die Apotheke verschrieben oder weitere ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

“Es treten vermehrt Patienten mit Covid-Symptomen auf, die eine schnelle Abklärung brauchen. Mit 30 Containern, die wir jetzt in der Stadt aufstellen werden, wollen wir das Gesundheitssystem etwas entlasten”,

so Hackers Sprecher gegenüber ZackZack.

Die Ergebnisse der Schnelltests sollen nach fünf bis acht Minuten ausgewertet werden können. Die Auswertung soll Aussagen über den immunologischen Direktnachweis von SARS-CoV-2 treffen können. Allerdings bedarf es bei den Antigentests einer Bestätigung durch PCR-Tests.

“Hysterischen Gesundheitsstadtrat kann keiner brauchen”

Dass in Wien aktuell “nur” 43 Prozent der Infektionen nachverfolgt werden könnten, konterte der Politiker mit dem Hinweis, in manchen westlichen Bundesländern betrage diese Rate lediglich ein Fünftel. Die Frage, warum er so gelassen sein könne, ließ Hacker kalt:

“Ich bin gelassen, weil das in meiner Job-Deskription steht, einen hysterischen Gesundheitsstadtrat kann keiner brauchen. Es ist eine Gesundheitskrise, darum heißt es Krise”,

sagte der Stadtrat und appellierte an den Zusammenhalt, um diese zu bewältigen.

Was die Intensivbetten anbelangt, könne man weitere Kapazitäten frei machen. So seien nicht unbedingt notwendige Operationen abgesagt worden. Man müsse diese Betten frei halten, um Corona-Patienten aufnehmen zu können. Im Frühjahr habe man zudem viel gelernt, vor allem, was die Behandlung betreffe.

Wie geht es auf den Teststraßen zu? Das gibt es in der Reportage vom ZackZack-Chefredakteur hier zu lesen.

(apa/jz)

Titelbild: APA Picturedesk

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