Kauft China jetzt Europa?

Xi will Investitionsvertrag mit EU

China will die Welt aus der Krise führen. Ein Weg seien neue Handelsverträge, sagte der vielleicht mächtigste Mann der Welt: China-Diktator Xi Jinping. Schon bald wolle man mit der EU über einen Investitionsvertrag verhandeln, europäisches Vermögen könnte es in nächster Zeit sehr billig zu kaufen geben.

 

Wien/Shanghai, 06. November 2020 | Chinas Diktator Xi Jinping eröffnete mit einer Grundsatzrede die dritten China International Import Expo (CIIE) in Shanghai. Darin zeichnet Xi den Weg aus dem globalen Wirtschaftskollaps, der durch die Reaktion auf Covid-19 ausgelöst wurde. Nun stellt China der EU eine „umfassende Wirtschaftspartnerschaft“ in Aussicht.

China will neue Handelsverträge

Man wolle schon bald in Verhandlungen über einen Investitionsvertrag zwischen China und der EU eintreten, schreibt das chinesische Staatsmedium CGTN in einer Aussendung. Zudem wolle man auch mit Japan und Russland über ein Freihandelsabkommen verhandeln. Die Prinzipien seien „eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit und gegenseitigen Öffnung.“ Dadurch solle sich die Weltwirtschaft vom „beispiellosen Schlag“ durch die Covid-19-Pandemie erholen.

Die EU könnte chinesische Investitionen wohl bald brauchen. Während Europa in einer tiefen Rezession steckt, die nun durch den zweiten Lockdown von Madrid bis Warschau weiter verschärft wird, hat sich China bereits erholt. In den ersten drei Quartalen wuchs die chinesische Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent.

Im dritten Quartal 2020 steigerte man die Wirtschaftsleistung sogar schon wieder auf 4,9 Prozent. Geht es nach Xi, soll sich das Wirtschaftswachstum auf diesem Niveau einpendeln, in der Welt nach Corona plane China mit einem jährlichen Wachstum von um die 5 Prozent. 2010 konnte man das Bruttosozialprodukt noch um mehr als 10 Prozent steigern.

Kommt der Ausverkauf?

Nun kümmere sich China um eine Steigerung des Inlandkonsums. Das würde auch der internationalen Wirtschaft helfen, so der Plan von Xi – „gegenseitige Öffnung“ nennt er das.

Bereits jetzt hat sich chinesisches Kapital in Europa festgesetzt. Seien es die Häfen von Piräus bis Triest oder das steirische ATB-Werk: es mangelte in den letzten Jahren nicht an Investitionen aus Fernost. Mit dem beispiellosen Wirtschaftskollaps wird europäisches Vermögen wohl bald so billig am Markt zu haben sein wie selten zuvor. Ein Beispiel: Aktuell sind 200 europäische Flughäfen von der Pleite bedroht.

(ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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