Mehr Gewalt gegen Babys in England

Lockdownfolgen

Eine “toxische Mischung” aus Isolation, Armut und psychischen Leiden hat die Gewalt gegen Kleinkinder in England um 20 Prozent erhöhen lassen. Damit zeigt sich eine weitere Folge der restriktiven Anti-Corona-Politik.

London, 06. November 2020 | In der Corona-Krise ist die Zahl vorsätzlich verletzter oder getöteter Babys in England offiziellen Statistiken zufolge um 20 Prozent gestiegen. Demnach wurden zwischen April und Oktober 64 Fälle bekannt, bei denen Kinder unter einem Jahr absichtlich verletzt worden waren – acht starben.

Toxische Lockdown-Mischung

Die starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei auf eine “toxische Mischung” von Isolation, Armut und psychischen Leiden zurückzuführen, teilte Amanda Spielman von der unabhängigen Behörde Ofsted am Freitag mit.

Die Pandemie bringe viel Stress mit sich, sagte Spielman anlässlich einer Konferenz. “Finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Isolation und die enge Nähe haben Familien, die bereits Probleme hatten, zusätzlich unter Druck gesetzt.” Sozialarbeiter konnten während des ersten Lockdowns nicht regelmäßig die Betroffenen besuchen.

Mehr Schutz gefordert

Auch die Zahl vermeidbarer Tragödien hat laut Spielman zugenommen: So hätten betrunkene Eltern ihre Babys direkt neben sich auf die Couch oder ins Bett gelegt und im Schlaf erdrückt. Die Expertin forderte: Sozialarbeiter, Hebammen, Hausärzte und andere Experten müssten in der Corona-Krise stärker zusammenarbeiten, um Familien mit Problemen zu unterstützen und kleine Kinder so besser zu schützen.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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