Strache im Visier der WKStA

Stolpert HC über Jacht-Angebot?

Der einstiger Vizekanzler HC Strache soll sich mit einem Glücksspielbetreiber bezüglich Gesetzesänderungen abgesprochen haben und dafür einen Luxusurlaub inklusive Jacht kassiert haben. Strache kommentiert die Ermittlungen nicht.

Wien, 11. November 2020 | Der einstige FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache steht wegen eines weiteren Verdachts im Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Er soll in seiner Zeit als Vizekanzler von einem Glücksspielbetreiber einen Jachturlaub angeboten haben bekommen, schreibt die “Kronen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe). Im Raum steht der Vorwurf der Bestechung, es gilt die Unschuldsvermutung. Strache selbst wollte zu den Vorwürfen auf APA-Anfrage nicht Stellung nehmen.

Luxusurlaub als Geschenk?

Strache soll im Frühling 2018 als Vizekanzler bei einem Treffen mit dem Besitzer mehrerer Poker-Casinos eine geheime Absprache vereinbart haben, sollen von den Ermittlern sichergestellte Chat-Protokolle und Dokumente belegen. Demnach würde sich ehemalige FPÖ-Chef innerhalb der türkis-blauen Regierung für ein neues Glücksspielgesetz einsetzen. Als Gegenleistung hätte Strache von dem Unternehmer dessen Jacht samt Besatzung für einen Luxusurlaub mit der Familie in Italien zur Verfügung gestellt bekommen.

Gesetzeskauf?

Es handelt sich nicht um den ersten Verdacht, Strache könnte Gegenleistungen für Gesetzesinitiativen im Glücksspielbereich versprochen bekommen haben. Die WKStA soll auch einen Flug im Privatjet nach Ibiza prüfen. Die Maschine soll einem Bekannten Straches, einem Unternehmer, gehört haben, der in einer Rechnungshofliste als Parteispender aufscheint.

Straches Partei kommentierte die neuen Vorwürfe nicht. Aus der WKStA wurde zumindest bestätigt, dass es in diesem Zusammenhang Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte gebe. Namen wurden allerdings nicht genannt.

(apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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