Doch noch freie Intensivbetten in der Schweiz

Fehlermeldung ging viral

Gute Nachrichten aus der Schweiz: Anders als am Dienstag gemeldet, sind im Notfall doch noch 600 Intensivbetten frei. Die fehlerhafte Meldung der vollen Intensivstationen in der Alpenrepublik schaffte es davor bis in die “New York Times”.

Bern, 20. November 2020 | In den Schweizer Kliniken ist die Lage aufgrund der hohen Zahl von Covid-19-Patienten angespannt, überlastet ist das Gesundheitssystem aber derzeit nicht. Gemessen an den Neuinfektionen hat sich die Lage zumindest etwas entspannt, wie aus aktuellen Zahlen am Donnerstag hervorging. Die Schweiz hat bisher auf einen zweiten Voll-Lockdown verzichtet.

Im Notfall noch 600 Betten frei

Von 1.149 Intensivbetten waren am Donnerstag 902 belegt, die Reserve betrug damit knapp 22 Prozent, wie der koordinierte Sanitätsdienst (KSD) berichtete, der die Lage in den Krankenhäusern täglich abfragt. 534 Covid-19-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, nach 505 am vergangenen Samstag. Nach Angaben des Sanitätsdienstes kann die Gesamtzahl der Intensivbetten auf 1.400 ausgebaut werden.

Obwohl die Schweiz ebenfalls stark von Corona getroffen ist, verzichtete sie bisher auf einen zweiten Lockdown. Die Schulen sind weiterhin offen, auch die Oberstufe. Dort gilt allerdings Maskenpflicht. Die Gastronomie wurde nur in einzelnen Kantonen geschlossen, der Bund verzichtete auf Gastroschließungen. Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sind verboten.

Das gilt in der Schweiz seit Ende Oktober. Quelle: www.bag.admin.ch

Ein Tweet sorgte für Panik

Am Dienstag vermeldete die Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin, dass die Intensivbetten in der Alpenrepublik voll wären. Ein diesbezüglicher Tweet der Virologin Isabella Eckerle ging deshalb viral: Er wurde über 2.500 Mal geteilt, auch von großen österreichischen Accounts. Hunderte weitere deutschsprachige und englischsprachige Journalisten teilten den Tweet. Auch die “New York Times” veröffentlichte am nächsten Tag die fehlerhafte Meldung.

Die Infektionsrate pro 100.000 Einwohner, der sogenannte Inzidenzwert, war in der Schweiz zuletzt rückläufig. In der Kalenderwoche 46 (9.11-15.11.2020) lag der Wert bei 455, ein spürbarer Rückgang zur Vorwoche mit 594, allerdings auf hohem Niveau. In Österreich wurde die 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag mit 498,1 angegeben.

(apa/ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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