Fast 1 Million Chinesen schon geimpft

Laut Pharmakonzern

Laut dem chinesischen Pharmakonzern Sinopharm sei ein experimentelles Vakzin an insgesamt 1 Million Staatsbedienstete und chinesischen Studenten verabreicht worden. Derzeit teste man vier verschiedene Impfstoffe in vier verschiedenen Ländern.

Peking, 20. November | Fast eine Million Chinesen haben nach Angaben des Pharmaunternehmens Sinopharm bereits eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus erhalten. Bisher lägen keine Erkenntnisse über schwere Nebenwirkungen des experimentellen Wirkstoffs vor, sagte Firmenchef Liu Jingzhen chinesischen Medien. Es seien lediglich in einigen Fällen “milde Symptome” aufgetreten. China hatte im Juli mit Testimpfungen begonnen.

Testverfahren in vier Ländern

Staatsbedienstete, Auslandsstudenten und Angestellte mit Auslandskontakten erhielten seitdem experimentelle Impfstoffe, über deren Wirksamkeit noch keine verlässlichen Daten vorliegen. Derzeit befinden sich in China vier Corona-Impfstoffe in der letzten klinischen Testphase. Sinopharm testet derzeit zwei Wirkstoffe in mehreren Ländern, darunter Ägypten, Jordanien, Peru und Argentinien. Viele der Chinesen, die bereits geimpft wurden, sind keine offiziellen Teilnehmer der klinischen Studien, sondern haben sich den Angaben zufolge als Freiwillige gemeldet.

Das Rennen um die Spritze

Das neuartige Coronavirus war zum Jahreswechsel in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan erstmals beim Menschen nachgewiesen worden. Es gibt allerdings mittlerweile Studien, die vermuten lassen, dass das Virus bereits im Sommer 2019 in Europa war. Inzwischen sei die Pandemie in China nach offiziellen Angaben weitgehend unter Kontrolle gebracht worden. China setzte dabei vor allem auf digitale Überwachung.

Kürzlich hatten der US-Pharmakonzern Pfizer und sein Partner Biontech sowie der US-Hersteller vielversprechende Ergebnisse für ihre Corona-Impfstoffkandidaten gemeldet. Nach Angaben der Konzerne ergaben die klinischen Studien der Phase 3 eine Wirksamkeit von 95 beziehungsweise 94,5 Prozent. In beiden Fällen steht allerdings noch eine detaillierte Veröffentlichung und Begutachtung der Studie in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift aus.

(apa/ot)

Titelbild: APA Picturedesk

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